Woody Guthrie – 50. Jahrestag – Komitee zur Bekämpfung der Huntington-Krankheit

Woody Guthrie - The Tribute Concerts
Woody Guthrie - The Tribute Concerts

Die September-Veröffentlichung von „Woody Guthrie – The Tribute Concerts

Woody Guthrie - The Tribute Concerts

Woody Guthrie – The Tribute Concerts

https://www.bear-family.de/various-bear-family-records-woody-guthrie-the-tribute-concerts.html

 

Carnegie Hall 1968 • Hollywood Bowl 1970“ erinnert an den 50. Jahrestag des Datums, an dem Woody Guthries Frau Marjorie Mazia das Komitee zur Bekämpfung der Huntington-Krankheit gegründet hat. 18. September 1967  (Committee to Combat Huntington’s Disease / CCHD)

Marjorie, die viele Jahre als Tänzerin Mitglied der Martha Graham Dance Company war, fühlte sich allein gelassen, frustriert angesichts mangelhafter Informationen für Familien, die an der Huntington-Krankheit litten. Fest entschlossen, eine Heilung zu finden, schaltete Marjorie eine Kleinanzeige in der New York Times, um jemanden zu finden, der Erfahrungen mit Huntington hatte. Heute, fünfzig Jahre später, steht die in Huntington‘s Disease Society of America / HDSA umbenannte Organisation an vorderster Front, wenn es darum geht, von HD betroffenen Familien durch Forschung, Familienbetreuung, soziale Hilfen, Aufklärungsarbeit und Interessenvertretung zu helfen.

Woody Guthries 50. Todestag

Woody Guthrie starb am 3. Oktober 1967 nach seinem fünfzehn Jahre währenden hartnäckigen Kampf mit der Krankheit. Am 6. Oktober 2017 wäre Marjorie Mazia Guthrie 100 Jahre alt geworden. Neben dem Gedenken an Woody Guthries 50. Todestag feiern wir mit dieser Veröffentlichung auch 50 Jahre von Marjories bahnbrechender Arbeit. Die Hilfe und Hoffnung für HD-Familien auf der ganzen Welt gibt.

Tribute to Woody Guthrie

Nach Woody Guthries Tod wollten viele Menschen, die ihn gekannt, mit ihm gearbeitet oder einfach nur seine Lieder gesungen hatten, etwas tun. Zunächst wurden für ein „Tribute to Woody Guthrie“ zwei Aufführungen in der Carnegie Hall am 20. Januar 1968 geplant. Zu den beteiligten Künstlern gehörten Guthries Freunde und Kollegen ebenso wie Songwriter und Musiker einer neuen Generation, die noch am Anfang standen. Dabei waren Judy Collins, Bob Dylan (sein erster öffentlicher Auftritt nach seinem Motorradunfall 1966) mit den Mitgliedern von The Band, Jack Elliott, Arlo Guthrie, Richie Havens, Odetta, Tom Paxton und Pete Seeger. Die Schauspieler Will Geer und Robert Ryan führten durchs Programm. Beide Aufführungen waren nur eine Stunde nach Öffnung der Ticketschalter ausverkauft. Diejenigen, die das Glück hatten, eine Karte zu ergattern, wurden Zeugen einer der aufregendsten und bemerkenswertesten musikalischen Ereignisse aller Zeiten.

Tribute-Konzert an der Westküste

Zwei Jahre später kamen achtzehntausend Menschen zum Tribute-Konzert an der Westküste, das am 12. September 1970 in der Hollywood Bowl stattfand. Joan Baez, Jack Elliott, Arlo Guthrie, Odetta, Country Joe McDonald, Richie Havens, Earl Robinson und Pete Seeger standen in Los Angeles auf der Bühne. Neben Will Geer trat hier Schauspielerkollege Peter Fonda als Moderator auf. Zur Hausband des Abends gehörten Mitglieder von Swampwater und Ry Cooder.

 

Um Woody Guthries einzigartige Rolle als Künstler zu ehren, arbeiteten zum ersten Mal überhaupt zwei Labels für eine gemeinsame Produktion zusammen. 1972 veröffentlichten Columbia Records und Warner Brothers Records zwei Alben mit Titeln von beiden Konzerten. Genau fünfzig Jahre nach Guthries Tod kann man nun hören, was an diesen beiden legendären Abenden wirklich stattgefunden hat. Die Konzerte in der Carnegie Hall und in der Hollywood Bowl werden hier erstmals in ihrer originalen Programmabfolge präsentiert. Zwanzig auf den Originalalben nicht veröffentlichte Aufnahmen beider Konzerte finden sich hier zum ersten Mal.

So Long To Woody Guthrie

„Wer diese Aufnahmen heute hört, denkt unwillkürlich über Ereignisse aus einer früheren und einfacheren Zeit nach, die wiederum mit einer noch früheren und noch einfacheren Zeit verbunden war. Aber Einfachheit bedeutet nicht dasselbe wie Unschuld. Die Zeiten haben sich in vielerlei Hinsicht geändert, das betrifft aber nicht die Gegensätze von Gut und Böse, Mut und Feigheit, Großzügigkeit und Ungerechtigkeit, über die Woody mit seinen Freunden und Anhängern sang. Was an diesen Aufnahmen – über Politik und musikalische Stile hinaus – so bemerkenswert ist, ist die Zeitlosigkeit dessen, um das es Woody mit seiner täuschend einfachen Kunst ging“, schreibt der Historiker und Autor Sean Wilentz in seinem einleitenden Essay „So Long To Woody Guthrie“.

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Michael 'Ohlly' Ohlhoff
Member of Bear Family since 1987 -- http://www.bear-family.de Hochschule: Universität Bremen Schule: Lange Reihe, Bremen

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