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Die Teldec Story Die Teldec Story - Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte

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​2018 - German/Deutsch Hardback/Gebunden - 284 Seiten - Voodoo Verlag Als 1950 die... mehr

Die Teldec Story: Die Teldec Story - Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte

​2018 - German/Deutsch Hardback/Gebunden - 284 Seiten - Voodoo Verlag

Als 1950 die deutsche TELEFUNKEN-PLATTE mit der englischen DECCA in Hamburg eine gemeinsame Schallplattenfirma gründete, war das nicht nur die erste britisch-deutsche Gesellschaft der Nachkriegsgeschichte. Mit Entstehung der TELDEC wurde der bundesdeutsche Musikmarkt gleichzeitig in großem Rahmen für englische und amerikanische Importe geöffnet. Zunächst auf Schellackplatten, dann schon bald auf LPs und Singles bekamen die in der Nazi-Zeit von westlicher Popkultur isolierten Bundesbürger nachgeliefert, was sie verpasst hatten. Und noch mehr: Die neuesten Trends in Jazz, Blues, Pop, Rock und Country waren jetzt auf Platten erhältlich.

Damit kamen neue Labels in die Läden: zunächst CAPITOL, DECCA, LONDON und RCA, später WARNER BROS., MCA und viele mehr. Berühmte Interpreten, die von der TELDEC nach Deutschland gebracht wurden: Nat King Cole, Frank Sinatra, Elvis Presley, Pat Boone, Fats Domino, Chris Barber, The Rolling Stones, Tom Jones, Van Morrison, David Bowie, um nur einige zu nennen. Ihre Musik begeisterte eine Jugend, die sich vom Schlager- und Volksmusikangebot  der TELDEC – von Lys Assia bis Vico, Torriani, von Ernst Mosch bis Caterina Valente – nicht angesprochen fühlte.

Die amerikanischen und englischen Exporte lieferten einen kulturellen Anstoß, der die westdeutsche Gesellschaft allmählich veränderte. Sie orientierte sich in Richtung Westen.

Der Autor: Rüdiger Bloemeke hat zum Thema Musikgeschichte unter anderem „Roll Over Beethoven. Wie der Rock ’n’ Roll nach Deutschland kam“ und „La Paloma – das Jahrhundert-Lied“ veröffentlicht.

Aus dem Buch...

FALSCHES GOLD FÜR ELVIS 
in Nortorf ist manches nach dem Prinzip „trial and error" erledigt worden. Ein peinlicher Ausrutscher wurde in letzter Minute korrigiert und ist heute eine Fußnote in der Elvis-Geschichte. Sein „King Creole" aus dem gleichnamigen Film war 1958 in Europa -anders als in den USA - ein großer Hit. Die TELPEC-Fabrik presste ja nicht nur die RCA-Platten für halb Europa, sondern war auch für die Herstellung der Goldenen Schallplatten zuständig. Für solch ein Exemplar kam 1959 eine Bestellung aus Schweden. Dort hatte sich Presleys „King Creole" seit 1958 über 100 000mal verkauft. Man zahlte in Stockholm alle Formate - LP, Single, EP - zusammen. Sixten Erikssons Plan war es, im August anlässlich einer TELDEC-Konferenz die Goldene in Bad Nauheim zu überreichen.' Der Auftrag für das besondere Stück ging in Nortorf an Helmut Rodes jüngeren Bruder Ulrich, der in der Fabrik als Graveur arbeitete. Am 1. Juli 1959 erhielt Peter A. Ingwersen in Hamburg das Ergebnis und bekam einen Schock. Statt „Presley" stand in der Inschrift „Presly". Ulrich Rode hatte beim Namen nicht so genau hingesehen.
 
Am 3. Juli diktierte Ingwersen eine Notiz an Ulrich Rode mit der Überschrift „Goldene Schallplatte für GRAMMOFON AB ELECTRA": Sie sandten uns eine goldene Schallplatte EPA 4319 King Creole, die wir Ihnen leider wieder zurückschicken müssen, da die Gravierung einen Fehler aufweist, und zwar ist der Name des Künstlers falsch geschrieben, es muß Presley und nicht Presly), heißen." Für die Goldenen Schallplatten nahm man in jenen Jahren eine „Mutter" aus Kupfer, in deren Mitte ein Kupfer-Label mit der Gravur plaziert wurde, bevor das Ganze beschichtet wurde. In diesem Fall war die EP „King Creole" die Grundlage, weil dieses Format in Schweden am häufigsten verkauft wurde. Der Fehler war schnell ausgebügelt: Das Label mit „Presly" wurde abgenommen und durch ein korrektes ersetzt. Am 18. August begann die Twxc-Konferenz in Frankfurt, und Sixten Eriksson fuhr mit George Prutting (RCA New York) und Carl Hottelet (RCA International) für eine kurze Zeremonie in die Goethestraße. Elvis, in Uniform, hielt die Goldene Schallplatte in die Kamera, und die drei Musik-Manager druckten abwechselnd auf den Auslöser. Das war’s.
 
Doch die Geschichte hatte noch ein Nachspiel: Ulrich Rode, von Mai 1954 bis Februar 1962 bei der TELDEC, hatte seine „falsche" Goldene aus den Augen verloren. Bis zu seinem Abschied. Da über-reichten ihm die Kollegen die „Presly"-Platte, die sie im Lager auf-bewahrt hatten. Da eine «Mutter" der „King Creole" aber nicht mehr greifbar war, nahmen sie einfach Presleys „0 Sole Mio" und brachten darauf das „falsche" Label an, was letztlich alles falsch machte. „Die kannst du dir an die Wand hängen", war ihr Kommen-tar. Das war Ulrich Rode aber auf Dauer zu unsicher. 

Nachdem er die Platte samt lngwersens Schreiben eine Zeit lang im Nortorfer Museum ausgestellt hatte, schloss er sie bei der örtlichen Sparkasse in einem Schließfach ein — als Wertanlage.' Angebote aus allen Teilen der Welt hat er bereits erhalten, aber er will den Verkauf seinen Erben überlassen.
 

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Artikeleigenschaften von Die Teldec Story: Die Teldec Story - Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte

  • Interpret: Die Teldec Story

  • Albumtitel: Die Teldec Story - Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte

  • Einband Gebundene Ausgabe
  • Kategorie Biografien & Erinnerungen
  • Sprache Deutsch
  • Seiten 284
  • Artikelart Bücher/Books

  • ISBN-13 9783000596988
  • Verleger Voodoo Verlag
  • Größe 21 x 26 x 2 cm
  • ISBN-10 3000596984
  • Autor Rüdiger Bloemek
  • EAN: 9783000596988

  • Gewicht in Kg: 1.1
Rüdiger Bloemeke Rüdiger Bloemeke, Jahrgang 1945, hat seine Jugend als Rock... mehr
"Die Teldec Story"

Rüdiger Bloemeke

Rüdiger Bloemeke, Jahrgang 1945, hat seine Jugend als Rock ’n’ Roll-Fan in Detmold (Lippe) verbracht. Nach dem Sprach- und Literatur-Studium in Hamburg startete er im

„Spiegel“-Archiv ins Berufsleben. Nächste Stationen: Redakteur bei der „Hamburger Morgenpost“, bei der „Brigitte“ und weiteren Zeitschriften. Als freier Journalist schrieb er für „Sounds“ und „konkret“ und heute für „GoodTimes“. Als Buchautor veröffentlichte er „Roll Over Beethoven. Wie der Rock ’n’ Roll nach Deutschland kam“, „John Fogerty und das Drama Creedence Clearwater Revival“ (Co-Autor), „La Paloma. Das Jahrhundert-Lied“ und das „LONDON-Label-Lexikon“ (Co-Autor). Seit 5 Jahren lebt er in der Lüneburger Heide.

 

Rüdiger Bloemeke, Heinz-Günther Hartig,

Ulrich Schlieck, Werner Voss

London Records - Ein Label macht Geschichte

Für Sammler von Schallplatten der fünfziger Jahre, speziell Rock 'n' Roll, war das LONDON-Label eine wahre Fundgrube. Aber wer wußte schon so richtig, was auf diesem Label tatsächlich im Laufe der Jahre veröffentlicht worden ist! Anhand von Werbematerial, monatlichen Veröffentlichungen in der Zeitschrift 'Leg Auf – Sieh Fern', Händlerkatalogen oder Werbung auf der Rückseite der London-Schallplatten erstellten sich Sammler Listen, die jedoch nie komplett waren.

Mythos London-Label

Bereits Ende der siebziger Jahre beschlossen Werner Voss, Hamburg (Moderator des 'Rock 'n' Roll Museum' im NDR), Wilfried Burtke, Oldenburg und Heinz-Günther Hartig, Oldenburg (Rock 'n' Roll Musikmagazin) ihr Wissen zusammenzutragen, ihre Listen zu komplettieren und als Buch allen Sammlern zugänglich zu machen. Aber auch ihnen fehlten noch viele Informationen. Eine Anfrage bei der Teldec brachte sie ein gutes Stück weiter. Mit Datum vom 11. Oktober 1979 bekamen sie Kopien der Plattenpässe von vielen Serien-Nummern aus der Anfangszeit des LONDON-Labels.

London Records– eine emotionale Marke für Jugendliche

Die Arbeit begann: Mit Schreibmaschine wurden Listen geschrieben, auch Texte über die Geschichte des Labels wurden entworfen. Es wurden Hunderte von Hüllen und Etiketten in Schwarzweiß fotografiert. Sogar ein Umschlag des geplanten Buches wurde schon entworfen. Dies zog sich bis ins Jahr 1982. Doch das Projekt kam ins Stocken, zu viele Informationen fehlten, zu viele Fragen waren ungeklärt. Die drei Autoren waren mit eigenen Projekten beschäftigt, und die Unterlagen wanderten in die Schublade. In den Achtzigern zeigte Richard Weize von Bear Family Records Interesse und übernahm die Unterlagen. Aber auch hier geriet das Projekt alsbald in Vergessenheit und das Material wanderte zurück.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erwärmte sich der Singles-Sammler Ulrich Schlieck, Ladbergen, für diese Idee. Anhand seiner eigenen Sammlung und gezielter Zukäufe (inzwischen gab es ebay!) konnte er weitere weiße Flecken in den Listen schließen und vor allem fast lückenlos eine Sammlung mit Bildhüllen der London-Singles zusammenstellen. Er entwarf die Geschichte des Labels und erstellte neben der numerischen London-Liste auch alphabetische Listen der Interpreten und der Einzeltitel von Singles und EPs. Aus den Unterlagen konzipierte er den Entwurf für ein Buch, der die Grundlage für diese Ausgabe bildet. 

Mit Karl-Heinz Hornburg aus Peine wurde ein Mitstreiter gefunden, der sämtliche zu dem Zeitpunkt vorhandene Bildhüllen eingescannt und bearbeitet hat. Leider zog sich das aufgrund einer schweren Erkrankung über einige Jahre hin. Inzwischen hatte Ulrich Schlieck Kontakt zu Richard Weize aufgenommen, der sich nun erneut für das Projekt engagierte und schließlich die Original-Plattenpässe der Teldec erhielt. So konnte Weize mit diesen Unterlagen die vorhandenen Listen überarbeiten, nur so war z. B. bei den Singles die A- und B-Seite zu bestimmen.

Für die Neufassung der London-Story, eine Wertung der kulturhistorischen Bedeutung des Labels, wurde der Hamburger Journalist Rüdiger Bloemeke gewonnen, der seit den 90er Jahren die Hintergründe der Schallplattenindustrie in der Bundesrepublik recherchiert hat ('Roll Over Beethoven - Wie der Rock 'n' Roll nach Deutschland kam'). So ist ein Werk entstanden, von dem wir glauben, daß es den Sammlern viele Fragen beantwortet und als Nachschlagewerk dienen kann, aber auch Nichtsammlern ein interessantes Stück Zeitgeschichte zugänglich macht. Wir sind uns bewußt, daß die eine oder andere Frage offen bleibt, daß doch noch eine Schallplatte oder Plattenhülle auftaucht, von deren Existenz uns bislang nichts bekannt war oder eine Variante, die es in unseren Sammlungen nicht gab. Für solche Ergänzungen sind wir natürlich dankbar.

Rüdiger Bloemeke, Heinz-Günther Hartig, Ulrich Schlieck, Werner Voss

Rüdiger Bloemeke & Heinz-Günther Hartig London Label-Lexikon - London Records in Deutschland 1954-1974

Read more at: https://www.bear-family.de/ruediger-bloemeke-und-heinz-guenther-hartig-london-label-lexikon-london-records-in-deutschland-1954-1974.html
Copyright © Bear Family Records

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Kundenbewertungen für "Die Teldec Story - Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte"
13.03.2019

Eigentlich sehr inforeich ausser... (siehe unten)

Mir fehlen nur Nummern- und Label Nummernlisten (wie z.B.in London oder Polydor Buch) Werden diese noch nachveröffentlicht ?

17.12.2018

Sehr gut

Ich kann das Buch nur empfehlen.

11.08.2018

Intéressant


Intéressant mais dommage que je ne comprend pas l'allemand.

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