Wer war/ist Jim & Jesse And The Louvin Brothers ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr

Jim & Jesse

Jim McReynolds, der Ältere des Duos Jim & Jesse, starb am 31. Dezember 2002 in Gallatin, Tennessee, an Krebs. Dort fand am 4. Januar 2003 auch ein Gedenkgottesdienst statt, begraben wurde der Leichnam des Musikers allerdings in Virginia. Jim McReynolds ist 75 Jahre alt geworden. Durch seinen Tod ist nun also auch endgültig Schluß für eines der langlebigsten und einflußreichsten Gesangsduos in der Bluegrass- und Country-Musik.

James Monroe McReynolds wurde am 13. Februar 1927 in Carfax im US-Bundesstaat Virginia geboren. Sein Bruder Jesse kam zwei Jahre später zur Welt. Charles McReynolds, der Großvater der beiden Brüder, war Geiger. Er hatte mit den Bull Mountain Moonshiners für Victor Records bei den berühmten Bristol-Sessions mitgespielt hatte, die einst die Karrieren von Jimmie Rodgers und der Carter Family ins Rollen brachten. 

Nachdem er zwei Jahre lang in der Armee gedient hatte, kehrte Jim McReynolds 1947 zurück nach Virginia und ließ zusammen mit seinem Bruder in einer täglichen Radiosendung von sich hören. In den folgenden fünf Jahren arbeiteten die beiden bei diversen Radiostationen im Süden der USA und im Mittleren Westen. Ihre erste Schallplattenaufnahme machten sie 1951 in Middletown, wo sie zusammen mit dem Sänger Larry Roll als Virginia Trio in Erscheinung traten. Im Jahr darauf begannen sie ihre Aufnahmen bei Capitol Records – unterstützt von einer Studioband, zu der auch der später im Alleingang als Sonny James bekannt gewordene James Loden gehörte. Einer ihrer ersten Songs für Capitol war Are You Missing Me. Auch wenn dieser Titel niemals die Charts erreichte, entwickelte er sich zu einem Bluegrass-Klassiker und über Jahre zu einem der Hauptsongs ihres Bühnenprogramm.

Ihren ersten Charthit erzielten Jim & Jesse 1964 – mittlerweile Künstler bei Epic Records – mit ihrem Song über den Cotton Mill Man. Im selben Jahr wurden sie Mitglieder der Grand Ole Opry in Nashville. Zwar konnten sie bis 1986 immer wieder Charterfolge verbuchen (zuletzt mit dem kleineren Hit Oh Louisiana), doch den größten Treffer hatten sie schon 1967 gelandet, als Diesel On My Tail veröffentlicht wurde. Die Single schraubte sich bis auf den 18. Platz der Hitliste hoch.

Auch wenn das Duo vollkommen zu recht als Bluegrass-Vertreter eingeordnet wird, waren Jim & Jesse immer für ihre musikalische Offenheit bekannt. So nahmen die Brüder beispielsweise 1965 ein ganzes Album mit Chuck-Berry-Songs auf, 'Berry Pickin' in the Country'. 1993 wurden Jim & Jesse in die Hall of Honor, die Ehrenhalle der internationalen Bluegrass Music Association, aufgenommen. Mit dem National Heritage Fellowship Award, einem Preis der US-amerikanischen Kunststiftung, wurden sie im Jahre 1997 ausgezeichnet.

Alle Capitol-Aufnahmen von Jim & Jesse befinden sich auf der CD '1952 – 1955', die kompletten Aufnahmen aus ihrer Zeit bei Epic sind in einer 5-CD-Box zusammengestellt, die 'Bluegrass and More' heißt

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