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TORMENT Live At The Klub Foot

Torment - Calling Uncle Sam!

Live At The Klub Foot
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(Trophy) 10 tracks (24:02), Live Mitschnitt aus dem legendären Klub Foot vom 30. August 1986!... mehr

TORMENT: Live At The Klub Foot

(Trophy) 10 tracks (24:02), Live Mitschnitt aus dem legendären Klub Foot vom 30. August 1986! MM/Bear Family Records
Kuhn, Paul - Live At The Klub Foot 1
01 Intro
02 Torment
03 The Source
04 Slow Down
05 Rockjet
06 Conscription Plan
07 Uncle Sam
08 Satisfied
09 The Last Time
10 Pass It On
Paul Kuhn Wenn ein Musiker in der deutschen Schlagerszene omnipräsent war, dann war... mehr
"TORMENT"

Paul Kuhn

Wenn ein Musiker in der deutschen Schlagerszene omnipräsent war, dann war das Paul Kuhn. Das spiegelt sich am wenigsten in seinen Plattenerfolgen wieder, auch wenn schon zwei Stücke ausreichten, um ihn für immer in Erinnerung zu behalten: Der Mann am Klavier und Es gibt kein Bier auf Hawaii. Seine dominante Rolle erklärte sich aus seiner Tätigkeit als Orchesterleiter in den Aufnahmestudios, aus unzähligen Fernsehauftritten und später aus seiner Position als Leiter der Bigband des Senders Freies Berlin. Von vielen wurde er deshalb auch mit Berlin assoziiert, dabei kam er am 12. März 1928 in Wiesbaden zur Welt. Diese Herkunft sollte sich später noch als entscheidend für seine musikalische Entwicklung herausstellen. Die Solisten-Anfänge von 'Paulchen' liegen in den 30er Jahren, als der Sechsjährige seinen Eltern auf dem Akkordeon zu Weihnachten Stille Nacht vorspielte. Der Vater, als Friseur und Croupier mit dem Erkennen von Gelegenheiten geübt, schickte den frühreifen Musiker 1936 zu einem Wiesbadener Wettbewerb, und Paulchen spielte sich nach vorne. Als 'Gausieger Hessen' durfte er zur Funkausstellung, die im selben Jahr in Berlin stattfand, und trat mit seinem Akkordeon vor einer der damals noch raren Fernsehkameras auf. Selbst wenn das nur wenige sehen konnten, für Paul Kuhn bedeutete das einen Popularitäts-Schub. Durch Mitschüler begegnete er in Frankfurt am 'Musischen Gymnasium' zum ersten Mal dem Jazz, der heimlich per Schellack-Platten ausgetauscht wurde. Das inspirierte ihn dazu, sein erstes Arrangement zu schreiben, für ein Stück, das schon damals zum Jazz gezählt wurde: Bei mir bist du schön. Mit 16 wurde er zum 'Fronttheater' abkommandiert und spielte in Paris vor Flak-Soldaten Klavier.

Dem Reichsarbeitsdienst konnte er sich zu Hause in Wiesbaden durch Flucht entziehen, und daß ihn Amerikaner in seinem Versteck entdeckten, prägte seinen weiteren Weg. Er verdingte sich bei den Besatzern als musikalischer Truppenbetreuer und gründete schon 1946 eine eigene Combo, die vom AFN fest engagiert wurde. Kontakte zu Willy Berking, Adalbert Luczkowski und Kurt Edelhagen sowie Helmut Zacharias führten ihn schließlich zu Freddie Brocksiepers 'Star Quintett', nach dessen Auflösung er beim NWDR in Köln landete. An seinen Plattenvertrag mit der Electrola 1953 hatte er andere Erwartungen als sein Produzent Nils Nobach, der ihn schließlich dazu brachte, Der Mann am Klavier aufzunehmen. Konzession der Electrola an den Jazz-Pianisten: Statt seines Namens stand 'Paulchen am Klavier' auf dem Label der Schallplatte. Vom Erfolg des Stücks überwältigt, lenkte Paul Kuhn ein und nahm in der Folge eine Reihe von Schlagern auf, die hauptsächlich auf amerikanischen Vorlagen basierten. Seiner Rolle als Entertainer am Klavier kam aber das humorvolle Auf meinem Konto steht das Komma zu weit links entgegen.

Das Dixieland-Intro war ganz nach seinem Geschmack, und der Text hatte schließlich einen aktuellen Bezug, der die Wirtschaftswunderzeit persiflierte. Denn wenn das Komma weiter rechts gestanden hätte, war Paulchen sich sicher: "Man würde mich wie Ali Kahn täglich seh'n, mit der Lollo und mit Sophia Loren." Mit dem Marty-Robbins-Stück A White Sport Coat klinkte er sich sogar in die musikalische Zeitströmung ein, die populären Country-Stars in Deutschland Gehör verschaffte. Die Farbe der Liebe läßt allerdings die Originalität des Originals vermissen. Textautor Ralph Maria Siegel lieferte mit seiner Farbberatung einen konventionellen Schlager ab: Statt Weiß trag Rot! Marty Robbins hatte dagegen aus der Lebenssituation der Jugendlichen heraus das Unglück eines Jungen beschrieben, der zum Abschlußball sitzengelassen wurde und jetzt in seiner modischen Aufmachung dasteht. Paul Kuhn aber bleibt nichts übrig, als die Farbpalette und die traditionell damit verbundenen Leidenschaften – Liebe, Hoffnung, Treue, Eifersucht – abzuklappern. "Trag Blau statt Grün, das ist die Farbe der Treue" – Carl Perkins' Blaue Wildlederschuh paßten dagegen nicht wirklich zu dem 'Mann am Klavier'. Es mußte schon ein Gassenhauer wie Es gibt kein Bier auf Hawaii sein, damit Paul Kuhn 1963 wieder in die Hitparade kam. Nach zahlreichen Filmauftritten, einem gescheiterten Versuch, sich beim Grand Prix Eurovision zu qualifizieren, übernahm er schließlich 1968 die Leitung der SFB-Big-Band. Damit trat er bis zum 31. Dezember 1980 auf, als der Sender die Band aus Kostengründen auflöste. Mit einem eigenen Orchester begleitete Kuhn von da an Schlagerstars wie Peter Alexander und wurde in den 90er Jahren mit einem Trio auch wieder als Jazzer aktiv. Er tourte beständig durch die Republik. In letzter Zeit war er mit Max Greger und Hugo Strasser als 'Swing-Legenden' unterwegs. Damit kehrte er zu seiner frühen musikalischen Liebe zurück, die auch seinen Lebenserinnerungen den Titel gab: 'Swingende Jahre'.

Paul Kuhn Die Farbe der Liebe
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