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Wer war/ist Esquerita ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr


Esquerita

Auch wenn Esquerita nur eine Fußnote in der Geschichte des Rock'n'Roll ist, so ist diese in schreiendem Neon-Pink geschrieben – schreibt Rick Coleman im Wavelength Magazine. Eine Faustregel im Showgeschäft, also auch in Rock'n'Roll Kreisen, sind Veränderungen und Entwicklungen und so ist alles, was Esquerita später aufnahm und was in krassem Gegensatz zu seinen wilden Aufnahmen in den Jahren bei Capitol Records steht, weitestgehend akzeptiert und nicht etwa gleichzusetzen mit dem billigen Strass auf seinen extravaganten Sonnenbrillen. Bei Capitol setzte 'The Voola', wie Esquerita auch genannt wird, Standards. Er übernahm Little Richards atemlosen 'Slippin' And Slidin’'-Stil, gab zehn mal so viel Power drauf, bis die daraus resultierenden Plattenaufnahmen - 'Rockin' The Joint', 'Hole In My Heart' und besonders 'Esquerita And The Voola' – sie klingen alle, als seien sie auf dem Mars entstanden – im Kasten waren. New Orleans Disc-Jockey und langjähriger Esquerita Unterstützer Billy Delle nannte seine 'Voola'-Single "raw jungle music", rauhe Musik des Dschungels. Im Rock'n'Roll ist das nicht weniger, als ein großes Kompliment. Die wilden Nummern auf Capitol sind jedoch nur Teil 1 des gesamten Esquerita Rodeos. Als Esquerita Capitol 1959 verlassen hatte, setzte 'The Voola' zum Nachschuss an, diesmal in New Orleans. Billy Delle erinnert sich, dass Esquerita regelmäßig im 'Baby Grand' und noch häufiger im 'Safari Room' in New Orleans mit seiner Atomic Stage Show Furore machte und dort mit Irma Thomas, Ernie K-Doe, Benny Spellman - all' den Minit Records Künstlern, auftrat. Ungleich zu Little Richard hatte Esquerita eine noch rauhere Art der Energie auf der Bühne und bezog das Publikum stärker ein, ähnlich wie etwa Snooks Eaglin. Und je mehr das Publikum reagierte, desto wilder wurde The Voolas Show, beide stachelten sich an und heizten sich gegenseitig auf.

Esquerita trug sein Haar zu einer monströsen Pompadour-Tolle aufgetürmt mit einer Welle darin. Er hatte alle Sorten der verrücktesten Sonnenbrillen, abgefahrene Klamotten, ausgebeulte Hosen. Er liebte den 'Plink-Plink'-Sound auf dem Klavier, den seinerzeit Label-Kollege und Star-Komödiant Stan Freberg 'Kling-Kling Jazz' nannte, er bevorzugte die echten ganz hohen Töne, ganz rechts auf der Tastatur, mehr als alles andere. Es hätte sicherlich die weltweiten Rock'n'Roll Fans entzückt, wenn Esqueritas rauhe Energie erneut auf Vinyl gepresst worden wäre, so erschien Esqueritas erste Platte nach Capitol, 'Green Door', eine Coverversion des Klassikers von Jim Lowe, auf Minit, mit relativ harmlosen Resultaten. Die 60er Jahre Aufnahmen täuschen über die Verrücktheit des Esquerita hinweg, wenn man an sein wildes Äußeres und seine im besten Sinne verrückte Persönlichkeit denkt. Dennoch hatte er weiterhin einen Fuß in der Tür, wo die Action war. Eine von Joe Jones gesponserte Detroit Jam Session für Berry Gordy brachte The Voola mit der Crème der Talente der legendären Plattenfirma Motown zusammen. "That's when the Gordy sound changed (Da änderte sich der Gordy-Sound)", behauptete Esquerita später. Den Funky Boomin' Sound hätten sie aus New Orleans nach Detroit importiert, sagte er, und Gordy soll die Tonbänder an seine Songschreiber gegeben haben, mit den Worten, dies sei DER Motown Sound. Wie bei den meisten musikalischen 60er Jahre Abenteuern, blieb auch dieses unbelohnt. Jedoch beeinflusste er durch seine Arbeit mit Gordy die Aufnahmen von Little Richard in den folgenden Jahren. So kann man unweigerlich heraushören, welchen Stempel Esquerita den Aufnahmen von The Georgia Peach auf Brunswick, Okeh und Reprise gesetzt hatte.

Neben all diesen Hintertür Aktivitäten und Anekdoten war The Voola ein Label-Hopper, er sprang förmlich von Plattenlabel zu Plattenlabel, immer in Aktion, wieder etwas zu erreichen. Die Aufnahmen auf diesem Tonträger kommen aus einer komplett unveröffentlichten Session aus dem Jahre 1965, die unter der Leitung eines der ehemals führenden Persönlichkeiten von Atlantic Records, Herb Abramson, für dessen Label Triumph Records produziert wurden. Eingespielt unter dem Namen Esquerita & The Morticians verschwanden diese jedoch in den Archiven der Plattenfirma. Schade, dass Abramson nicht entschied, diese großartigen Aufnahmen mit einer kleinen Begleit-Combo einzuspielen, dennoch sind einige Titel, wie etwa 'Sock If To Me, Baby', 'Wig Wearin’Baby' und der Song, der schließlich gleich zwei mal auf Wax herauskam, von beiden - Esquerita und Little Richard - 'Dew Drop Inn', sind unvergleichlich seine coolsten Scheiben des Jahrzehnts. Auf einigen Titeln geht Esquerita etwas in die Richtung von 'Porgy And Bess' und einem leicht seltsamen Misch-Masch aus Stilen, muss hier gesehen werden, dass Esqueritas Einzigartigkeit letztlich keine Schublade zulässt. Selbst zu Beginn seiner Karriere, kombinierte er Operngesang in den höchsten Tönen mit Stakkato Boogie Piano in wildester Manier mit Juwelen besetzten Händen eingehämmert. Seine musikalischen Einflüsse kamen ganz offensichtlich aus allen Windrichtungen und es ist keine Frage, dass das der Grund ist, warum Herb Abramson absprang und nicht länger an Bord von Esqueritas Schnellzug blieb. Auch wenn nicht alle dieser Aufnahmen auf dem Mars entstanden sind, nicht alle als „Raw Jungle Music“ bezeichnet werden, du aber ein Esquerita Fan und Musik-begeisterter bist, sind es diese Aufnahmen allemal wert, gehört zu werden! 'Sock It To Me, Baby' auflegen, Regler hoch, und du weißt, warum Esquerita “will forever be outta this world!“ - (MM/Bear Family Records – freie Übersetzung des Original-Texts von Billy Miller, Kicks Magazine, June 1989 - Big thanks to Flick Coleman / Wavelength Magazine)

ESQUERITA Sock It To Me Baby
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