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Wer war/ist Eckart Kahlhofer ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr


Eckart Kahlhofer

Ziemlich merkwürdige Lieder / Poet des sinnvollen Unsinns

Vom Zeitwind verweht ...

Es geschah nicht "am dritten Herbst um viertel Uhr", sondern in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, als sie plötzlich unerwartet und ungestüm Kneipen, Klubs und Säle okkupierten, Begeisterung um sich scharten und Stadien füllten. Ein Wildwuchs an Barden, Bänkel- und Moritatensängern, Poeten und singende Clowns eroberten Podeste und Bühnen im Laufschritt, mit meist handlichen Instrumenten und im Gepäck alte Volks- und Arbeiterlieder, plattdeutsches Liedgut, Shanties, Chansons,  Protestsongs, politische Lieder und eine Fülle von engagierten eigenen Texten, kauzigen Parabeln, originellen Geschichten und Stilmitteln. Der Begriff 'Liedermacher' wurde in dieser Zeit treffend von Wolf Biermann geprägt - in Anlehnung an Bert Brechts Wort 'Stückeschreiber'. Er sollte der künstlerischen Produktion die Weihe des Außergewöhnlichen nehmen und das Herstellen von Liedern wie von Stücken als eine Arbeit wie jede andere ausweisen. Hinter dieser Konzeption stand natürlich auch eine politische Haltung, die mit dem Aufbruch der 68er Generation verschmolz. Wer nennt heute die Namen, kennt noch die Gesichter vieler Unruhestifter und Träumer, deren Texte sich parterre gaben, als direkte Ansprache mit vordergründiger Verstehensmöglichkeit. Texte, die heiter und verdrossen zugleich waren, makaber und befreiend, situationsversponnen und treffsicher in der Gegenwehr. Nur einige haben sich in das 9. Jahrzehnt hinübergerettet: Hannes Wader, Wolf Biermann, Georg Danzer, Hanns Dieter Hüsch, Franz Hohler, Konstantin Wecker und natürlich Süverkrüp und Degenhardt beispielsweise.

Letzterem ist es wohl weitgehend zu verdanken, wenn das Genre des politischen Liedermachers - das in den ersten fünfzehn Nachkriegsjahren bei uns fast nicht existent war - endlich wieder Aufmerksamkeit und Freunde gewann.

Von den wenigen Frauen aus dieser Zeit haben sich eigentlich nur Joana und Lisa Fitz durchgesetzt.

Wer aber spricht noch von Michael Bauer und Walter Mossmann, von Thommie Bayer, Rolf Schwendter, Wolle Kriwanek, Walter Hedemann und Ulrich Roski. Von den zahlreichen Liedermachern aus der ehemaligen DDR, etwa Pannach & Kunert. Und wer erinnert sich an die Huthmachers oder an das unübertroffen - außergewöhnliche Duo Schobert & Black, das den Bogen des Repertoires von Lumpenballaden bis zu spätbarock anmutender Komplexität des drastischen A-capella-Gesang spannen konnte. Nie wieder hat es ein solches Gespann gegeben.

Und dann war da noch ein Kauz besonderer Art, ein 'abjestrappster' Barde mit kaputten Liedern, ein Lippenkünstler mit Pfiff: Eckart Kahlhofer, genannt Ekky. Ein Poet des sinnvollen Unsinns, ein Clown ohne Träne, ein verbal - akrobatischer Troubadour.

In seinen Anfängen war da ein Loch im Mund, da pfiff es durch, bis es seinem Magister zu viel wurde. Ein Grund mehr für Ekky, darauf zu pfeifen und fortan stundenlang das Pfeifen mit geschlossenen Lippen zu üben. Das Ergebnis: Längst ist er Weltmeister im dreistimmigen Pfeifen. Ungenügsam rückte er neugierig auch anderen Instrumenten zu besaitetem Leibe und jonglierte munter mit Wortspielereien.

Nach Stationen als Swingmusiker und Straßenmusikant bereicherte er in 50 Folgen die beliebte Fernseh-Serie 'Sesamstraße' mit kauzigen Kinderliedern und katapultierte sich endlich als skurriler Entertainer in die ersten Reihen beliebter Barden. Lange nichts von ihm gehört? Dann wird`s Zeit, endlich (wieder) mal in seine ziemlich merkwürdigen Liedern reinzuhören.

Jo Hanns Müller

Eckart Kahlhofer Ziemlich merkwürdige Lieder - Poet des .....
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Eckart Kahlhofer: Ziemlich merkwürdige Lieder - Poet des .....
Art-Nr.: BCD16027
 

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1-CD mit 8-seitigem Booklet, 29 Einzeltitel. Spieldauer ca. 62 Minuten. Vom Zeitwind verweht ... Es geschah nicht 'am dritten Herbst um viertel Uhr', sondern in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre, als sie plötzlich unerwartet und ungestüm Kneipen, Klubs und...

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