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Wer war/ist The King Beats ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr


THE KING-BEATS

Der Bandname – nur mit Bindestrich korrekt, trotz der nachweisbar verschiedenen Schreibweisen - war nicht gerade eine göttliche Eingebung und verdient sicher keinen Preis für Kreativität. Elmar Marz (†), Bassist und der älteste von drei Brüdern in der Band: "Aber er war demokratisch entschieden: Wir hatten uns alle mehrere Namen ausgedacht und dann darüber abgestimmt. Meine wurden nicht gewählt."

Der Grundstein dazu, was später zu einer der Spitzenbands im Frankfurter Raum werden sollte, wurde 1961 gelegt. Da gründeten Richard Ungerath (Bass, Gesang) sowie die Marz-Brüder Elmar (Piano, Bass, Gesang), Ehrhard (Gitarre, Gesang) und Rainer (Gitarre, Gesang) The  Rockets, um tanzwütige GIs in den amerikanischen Kasernen mit Twist und Rock 'n' Roll zu unterhalten. Im Spätherbst 1962, Joachim Franz war mittlerweile als Schlagzeuger hinzugekommen, beschloß man, daß die Raketen vielleicht auch für deutsche Jugendliche zum Tanze aufspielen könnten. Bald stand auch ein Namenswechsel an. Im Januar 1964 war aus den Raketen The Strangers geworden, und das Repertoire wurde nachgebessert in Richtung Beatles, Hollies, Byrds, Searchers und was sonst noch alles so angesagt war. Ehrhard Marz: "Und da wurden auch die Haare länger. Unser Vater war ja sehr großzügig, er unterstützte uns, wo es nur ging. Aber ihm als Leiter der Frankfurter Holbein-Schule, die auch unser jüngster Bruder besuchte, waren dessen lange Haare wohl ein Dorn im Auge." Immerhin durfte die Band im obersten Stockwerk der väterlichen Realschule üben. Und der Hausmeister, ein Herr Ruff, erklärte sich bereit, für die ersten öffentlichen Auftritte die Aufgabe des Chauffeurs zu übernehmen. Später mußte er diesen Job an Elmar bzw. Ehrhard abtreten. Die Rückfahrt zu bewerkstelligen, das war meist Ehrhards Sache, er galt nicht umsonst als der vernünftigste der drei. Ehrhard Marz: "Daß ich die Rückfahrt bestreiten mußte, hat mich oft genervt. Ich erwartete mehr Unterstützung. Aber unsere Eltern mußten um Rainer, unseren Jüngsten, nie Angst haben - obwohl er zur Zeit der Strangers erst 14 oder 15 war. Anfangs paßte Herr Ruff mit auf, und dann waren ja immer wir älteren Brüder dabei."

Elmar Marz: "Als Strangers verlegten wir uns mehr auf den Gesang, als noch bei den Rockets. Wir konnten ja dreistimmig singen, wir Brüder, und zu Hause hatten wir jede Menge Gelegenheit zu üben." Elmar hatte die höchste Stimme, Ehrhard die tiefste, und Rainer lag irgendwo in der Mitte.

Mit Einzelgastspielen und Monats-Engagements wie im Hobby Tanzpalast eroberte sich die Band den Frankfurter Raum, "aber meistens nahmen wir keine Monats-Engagements an, denn wir waren ja alle noch auf der Schule oder hatten eine Lehrstelle. Oft spielten wir aber zwei oder drei Gigs am Samstag. Da baute dann jede Band in einem Saal ihre Anlage auf, und wir fuhren von einem Saal zum anderen, lediglich mit Gitarren, Trommelstöcken und Mikrophonen bestückt. Die anderen Bands machten das gleiche - nur in anderer Richtung. Unsere Hochburgen waren ein Club in Köppern, der Club E in Marburg und das K 52 in Frankfurt." Hier und da akzeptierten die Jungs auch Naturalien als Gage - wie beim Sommerfest von VW-Klöckner. Anschließend wurde das Auto kostenfrei instand gesetzt.

Kurz nach der Namensänderung wurde Joachim Franz durch Peter Walliser ersetzt - ihn hatte man in der Kirchengemeinde kennengelernt. Einen Monat später kam Hans-Werner Heine mit seiner Orgel, um den Sound der Strangers etwas voller zu machen. Ungerath war zu den Echoes abgewandert. Mittlerweile besaß die Band auch das beste Equipment in der Region. Als die Gruppe immer populärer wurde und ihr zu Ohren kam, daß noch andere Bands, die sich gleichfalls The Strangers nannten, speziell in Norddeutschland die Runde machten, kam es zum erneuten Namenswechsel. Der Name King-Beats brachte nochmals neuen Schwung und ein Plus an Fans. Nun bemerkten auch die Plattenfirmen, was für eine wunderbare Saat da in ihren Hinterhausgärten aufgegangen war. Im Mai 1965 - Ungerath war wieder an Bord - spielte die Band noch einmal unter ihrem alten Namen, The Strangers - dem Veranstalter zuliebe. Die 'Super Beat Party' in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst war angesagt, und mit von der Partie waren The Searchers und The Swinging Blue Jeans.

Im Oktober 1965 mußten die King-Beats Heine und Walliser ziehen lassen - als Ersatz kam Jürgen Zöller, der später für BAP trommelte. Kurz zuvor hatte Hans Podehl, Produzent bei der CBS, den King-Beats einen Plattenvertrag angeboten, da hatten die Jungs aber erste Plattenaufnahmen bereits hinter sich. Die King-Beats haben unter Podehl in einem Jahr fünf Singles, drei LPs und verschiedene Songs auf Samplern unter nicht weniger als sechs verschiedenen Namen herausgebracht.

Auszug aus BCD16473 - King Beats The King-Beats
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King Beats: The King-Beats
Art-Nr.: BCD16473
 

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