Freddy Quinn Freddy Quinn - Die Autobiografie
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Freddy Quinn: Freddy Quinn - Die Autobiografie
(Edition Koch) Kartoniert / Broschiert, Deutsch, 264 Seiten,mit zahlreichen Privatfotos von Freddy Quinn, 240 x 138 x 20 mm
„Ich war alles – außer einem einsamen Seemann!“
Man sollte Freddy Quinn niemals als Popsänger bezeichnen. Das macht ihn mürrisch. Er ist viel mehr als das: ein ausgebildeter Sänger, Zirkuskünstler, Schauspieler, Moderator und Entertainer. Mit seiner unverwechselbaren Stimme prägte Freddy Quinn die Lebenseinstellung einer ganzen Generation. 23 Top-Ten-Hits, große Filme und unvergessliche Momente auf der Bühne machten ihn zu einer der schillerndsten Figuren des deutschen Showbusiness. Aber hinter der Legende des einsamen Seemanns steckt noch viel mehr – und genau das will Freddy Quinn nun, mehr als 15 Jahre nach seinem Rückzug von der Bühne, zum ersten Mal offenbaren.
Vom Zirkusartisten zum Superstar
Quinns Jugend war geprägt von Abenteuerlust und Entdeckungsdrang. Er floh vor seinem Stiefvater, brach die Schule ab, um ins Ausland zu gehen, schloss sich einem Zirkus an und diente sogar in der Fremdenlegion, bevor er schließlich in der Washington Bar in Hamburg entdeckt wurde – dem Ausgangspunkt seiner phänomenalen Karriere. Die 1950er und 1960er Jahre wurden zu seinen goldenen Jahrzehnten: Freddy Quinn füllte Konzertsäle, seine Lieder erzählten von Sehnsucht, Heimat und Fernweh. Er verkaufte mehr als 60 Millionen Platten, stand mit Legenden wie Johnny Cash und Jerry Lee Lewis auf der Bühne und wurde ein gefeierter Filmstar.
Ehrliche Einblicke in ein bewegtes Leben
Freddy Quinn stand immer im Rampenlicht, aber nur selten wusste jemand, wie er wirklich war. Sein Privatleben war ein gut gehütetes Geheimnis. Erst jetzt, im Alter von 93 Jahren, ist Freddy Quinn bereit, seine ganze Geschichte zu erzählen: seine schönsten und wichtigsten Momente, aber auch die tiefen Täler, die er durchlebt hat – wie zum Beispiel seinen Prozess wegen Steuerhinterziehung. Seine Hochzeit im hohen Alter von 91 Jahren ist Teil seines späten Glücks. Und sein endgültiger Abschied von der Öffentlichkeit.
Artikeleigenschaften vonFreddy Quinn: Freddy Quinn - Die Autobiografie
Interpret: Freddy Quinn
Albumtitel: Freddy Quinn - Die Autobiografie
- Einband Gebundene Ausgabe
- Sprache german
- Verleger Hannibal Verlag
- Kategorie Fotografie
Artikelart Bücher/Books
- Seiten 264
- ISBN-13 978-0956143945
- ISBN-10 0956143946
- Autor Brian Smith
- Größe 240 x 138 mm
EAN: 9783854457909
- Gewicht in Kg: 0.312
Freddy Quinn ist ohne Zweifel eine Ikone der deutschen Unterhaltungsindustrie. Seine Lieder um Einsamkeit und Fernweh, zumeist komponiert von Lothar Olias, und seine Filmauftritte haben ihn populär und wohlhabend gemacht. Mit zehn Nummer-1-Hits wie Heimweh,
Junge komm bald wieder oder Die Gitarre und das Meer scheffelte seine Plattenfirma Polydor in den 50er und 60er Jahren Millionen. Und nicht wenigen Filmproduzenten verhalf der Mann mit den melancholischen Seemanns- und Abenteuerballaden zu Villa, Jacht und schnellem Auto.
In den frühen Jahren seines Erfolges, Ende der 1950er Jahre, zog Freddy mit seinem tiefen Bariton vor allem die aufbegehrenden Jungmänner auf seine Seite. Ich erinnere mich, dass auf Klassenreisen Freddys Lieder in den Köpfen von uns Schuljungen herumspukten. Nach abendlichen Fußballkämpfen mit einheimischen Straßenteams wurde im Siegestaumel schon mal ein Freddy-Song angestimmt ("Juanita hieß das Mädchen …").
Wer schon größer war – halbstark hieß es damals – und von der weiten Welt träumte, ließ sich erst recht von den markigen Songs anspornen und kam nur zu gern der Aufforderung nach: "Es kommt der Tag, da will man in die Fremde…".
Später, als Freddys Lieder romantischer wurden, wandten sich einige der jungen Burschen von ihm ab. Sie setzten auf härtere Rhythmen. Dafür flogen dem Gitarrenheld umso mehr die Mädchenherzen zu. Das führte in vielen Familien zum heftigen Geschwisterstreit im Kampf um das heimische Radio. Wollte der Bruder eine Fußballreportage hören, maulte die Schwester, weil zur selben Zeit die Schlagerparade lief – mit Freddy.
Bei soviel Popularität wurde den Filmgewaltigen des Wirtschaftswunder-Kinos schnell klar, dass sich ihnen in dem Schlagerstar eine Goldgrube auftat. Denn wer so erfolgreich sang, der musste auch auf der Leinwand gut ankommen. Gesagt, getan.
Von 1957 bis 1971 entstanden 13 Freddy-Filme, allein sieben führen seinen Namen im Titel! Viele wurden ihm direkt auf den Leib geschrieben. Regie führten Männer mit Gespür für Unterhaltung und Kasse. Allein vier Abenteuer inszenierte Wolfgang Schleif, der später beim Fernsehen ein gefragter Regisseur für Familienunterhaltung wurde.
Schauplätze der Filme waren die Millionenstädte Hamburg, München, Berlin und natürlich immer wieder die große weite Welt: Kanada ('Freddy – unter fremden Sternen') und Brasilien ('Weit ist der Weg'), die Südsee ('Freddy und das Lied der Südsee'), Irland ('Nur der Wind') und Sardinien ('Haie an Bord') – der Hauch der Ferne und des Heimwehs durchweht Freddys Lieder ebenso wie die Leinwandabenteuer.
Geschäftstüchtig bauten Verleihfirmen die Namen großer Freddy-Hits gleich mit in ihre Filmtitel ein, so war ihnen der Erfolg sicher: 'Heimatlos', 'Freddy – die Gitarre und das Meer', 'Freddy - Unter fremden Sternen'.
Mit Freddys Unterhaltungsstreifen begann ein neues Genre im deutschen Nachkriegskino. Das bisherige Musikfilm-Mosaik, bestehend aus einem Reigen beliebter Schlagerkünstler, wurde abgelöst vom musikalischen Krimi bzw. Abenteuerfilm, dessen Handlung nur von einer Hauptfigur getragen wurde, eben Freddy. Der war ein Held, wie er deutscher nicht sein konnte: Redlich und treu, singender Mädchenschwarm und Kinderfreund. Herr Saubermann in Person. Viele Mütter, die mit ihren pubertierenden Töchtern die Filme sahen, hätten ihn sich liebend gern als Schwiegersohn an Land gezogen – wenn nicht sogar als eigenen Gemahl.
Seine Bedeutung für die Platten- und vor allem die Kinoindustrie spiegeln die Jahre 1959 und 1960 in einzigartiger Weise wieder. Innerhalb von knapp 24 Monaten erschienen gleich vier Freddy-Filme ('Freddy, die Gitarre und das Meer', 'Freddy - Unter fremden Sternen', 'Melodie der Nacht', Weit ist der Weg'). Die aufrechte Art des Unterhaltungskünstlers und seine Musik, mit der er eine exotisch-romantische Gegenwelt zum spießigen Wirtschaftswunder-Alltag aufbaute, ließ die Kassen der Lichtspielhäuser kräftig klingeln.
Freddy Quinns Bedeutung als Leinwandheld zeigte sich auch darin, dass man ihm bekannte Filmgrößen an die Seite stellte: Marianne Hold, Vera Tschechowa, Gustav Knuth, Heidi Brühl, Grethe Weiser, Heinz Erhardt, Karin Dor und schließlich aus Hollywood die Kurvenstars Jayne Mansfield und Mamie van Doren.
Auszug aus dem Booklet BCD17419 - Freddy Quinn Tausend Meilen (4-CD)
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Dieser Artikel erscheint am 6. Februar 2026

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