Presse Archiv - Yulesville! - 33 Rockin' Rollin' Christmas Blasters For The Cool Season - musenblätter

Rockin´ around the Christmas Tree

Raritäten und Kuriositäten
aus dem Bear Family Archiv

Rock n Roller und ihre umtriebigen Produzenten machen natürlich auch vor Weihnachten nicht halt, zumindest in den USA, wo ja ohnehin alles in bißchen anders, will sagen entspannter aussieht. Und schon gar nicht zucken sie zurück, wenn es darum geht, die guten alten Christmas-Songs mit Rock und Doowop aufzupeppen. The Melodeers geben mit ihrer Doowop-Version von „Rudolph, The Red Nosed Reindeer“ ein herrliches Beispiel dafür. Nach einem Werbe-Intro aus dem Jahr 1958, das auch gut für diese neue Weihnachts-Konzept-Scheibe „Yulesville“ in der Jahreszeiten-Serie von Bear Family taugen könnte, hat Herausgeber Marc Mittelacher 32 zum Teil recht kuriose und rare Titel zu einem herrlichen Album zusammengestellt, eine „Raritäten-Parade zu Weihnachten“, wie er selber schreibt. Wohl wahr. Es ist zwar erst Oktober, aber man bekommt beim Anhören doch jetzt schon Lust auf die Zeit vor Weihnachten, um bei dem einen oder anderen Glas Glühwein diese Scheibe Mal um Mal dudeln zu lassen. Ich habe mir vorgenommen, sie unbedingt auf stressige und langweilige Autofahrten mitzunehmen – sie wird alles leichter ertragen lassen!

Zwischen 1950 und 1963 wurden die 32 Aufnahmen produziert, die Marc Mittelacher in den Bear Family Archiven gefunden hat. Große Namen aus Rock'n'Roll, Rockabilly, Country, Boogie, Rhythm'n'Blues und auch aus dem Jazz sind vertreten, aber auch Künstler, die es nie in die Charts geschafft haben, darunter viele erstmals auf CD, wie die eingangs erwähnte rare Doo Wop Single der Melodeers. Es ist eine wahrlich bunte Mischung geworden. Den Klassiker „Winter Wonderland“ in der geröhrten Version von Allan & The Flames (1960) erkennen Sie erst beim ganz genauen Hinhören, wetten? The Four Seasons, bekannt für ihre Harmonien und Kopfstimmen, hat man noch nie mit so viel Vergnügen kreischen hören wie in „I Saw Mommy Kissing Santa Claus“ und die wunderbare Patti Page kann mal so richtig mit Santa Claus den Boogie rauslassen. Die Gitarren-Helden Santo & Johnny lassen im Twist-Tempo ordentlich die Glocken läuten, also die von Jingle Bells, und Dodie Stevens macht einem mit „Merry Christmas Baby“ eine wohlige Gänsehaut.

The Drifters mit Clyde McPhatter sind mit ihrer berühmten „White Christmas“-Fassung dabei, Paul Anka, The Penguins, The McGuire Sisters mit ihrem schrecklichen „The Cactus Christmas Tree“ und Dinah Washington, Linda Laurie, Edward „Kookie“ Byrnes (der nicht singt, sondern den Titelsong erzählt), Lightnin´ Hopkins, The Four Imperials und Little Joey Farr den heute niemand mehr kennt.
Es gibt es reichlich Raritäten, darunter viele erstmals überhaupt auf CD! Sehr rar auch die komplette Single A- und B-Seiten von Cordell Jackson mit „Be Bopper´s Christmas“ und „Rock And Roll Christmas“ und zuckersüß die „Christmas Kisses“ von The Bookends.

Zur CD gibt es wie bei der Jahreszeiten-Serie gewohnt auch wieder ein fantastisches Booklet mit hervorragend recherchierten Anmerkungen zu jedem einzelnen Song und vielen Illustrationen und raren Cover-Abbildungen. Eine Empfehlung der Musenblätter!

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Tags: Yulesville
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