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Wer war/ist Tyrone Davis ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr


Vor dem Background geschmeidiger Soul-Grooves um Vergebung zu betteln und flehen, das war Tyrone Davis' Spezialität. Als R&B-Sexsymbol, nach dem die Ladies verrückt waren, fuhr der Chicagoer Sänger eine beachtliche Serie von Hits ein- sie begann 1968 mit dem leidenschaftlichen Can I Change My Mind und reichte bis in die frühen 90er-Jahre. Der 4. Mai 1938 wird normalerweise als Davis' Geburtstag angegeben, doch eine Überprüfung der Sozialversicherungsunterlagen unter seinem bürgerlichen Namen Tyrone Fettson ergab den 3. Oktober 1937 als plausiblere Alternative. Sein Geburtsort war Greenville, Mississippi- mit 13 zog er nach Saginaw, Michigan, um bei seinem Vater zu leben, und kam 1957 in der Windy City an. Der West Side Blues Guitar-Master Freddy King beschäftigte Tyrone 1961 als Roadie und Assistent. Aber es war der West-Side-Sänger Harold Burrage, der als Davis' Mentor fungierte. 'Ich sah mir den Typ ständig an, denn ich wollte immer schon Sänger werden', sagte der 2005 verstorbene Davis. 'Er nannte mich immer seinen Protegé. Er wusste, dass ich versuchte zu singen, denn ich ging immer mal wieder mit der Band auf die Bühne und probierte es. Und er sagte zu mir: 'Ich mag deine Stimme, ich mag dich, und ich werde dir helfen. Ich glaube, du könntest es schaffen.'' Davis bekam seinen ersten Bühnennamen von einem Clubbesitzer auf der West Side. 'Der Club hieß Walton's Corner', sagte er. 'Der Typ nannte mich 'The Wonder Boy'. Er gab mir kleine Jobs, ließ mich 10 Dollar pro Abend verdienen.' Burrage schrieb die ersten zwei 45er des jungen Sängers für 4 Brothers Records, Good Company 1965 und die Folgesingle You Make Me Suffer, bevor er überraschend und jung starb. Die Singles erschienen unter dem Namen Tyrone 'Wonder Boy' bzw. Tyrone (The Wonder Boy). Als Sack Records 1967 sein I Tried It Over (And Over Again) veröffentlichte, stand auf dem Etikett Tyrone Davis (The Wonder Boy), was noch im gleichen Jahr auf seiner Abc-Single Bet You Win zu Tyrone Davis gekürzt wurde. Kurz darauf hatte er Glück: 'Ich sang viel in kleinen Nachtclubs auf der West Side. Einer der Herren von Dakar Records kam regelmäßig in die Clubs. Sein Name war Otis Leavill. Er kam vorbei, als ich auftrat und sagte: 'Ich mag deine Stimme. Warum kommst du nicht mal zu uns ins Büro? Wir nehmen Leute auf und geben dir vielleicht eine Chance'', sagte Davis. 'Aber ich ging nicht hin. Also kam er in der nächsten Woche wieder vorbei und sagte: 'Du hast mich angelogen.' Ich antwortete: 'Ich bin rumgerannt und hab versucht voranzukommen. Ich komm einfach nicht weiter in diesem Business. Also werd’ ich’s sein lassen.' Er sagte: 'Ich glaube nicht, dass du das tun solltest. Du musst zu uns ins Büro kommen.' Ich ging am nächsten Montag hin und so fing es an. Sie mochten meine Stimme und wollten mich aufnehmen.' Das Chicagoer Dakar-Label wurde von dem erfahrenen Produzenten Carl Davis geleitet, der den Baritonsaxofonisten Willie Henderson damit beauftragte, seine Entdeckung zu produzieren. 'Ich war gerade eingestellt worden', sagt Henderson. 'Tyrone war prinzipiell eher bluesig, also sagten sie: 'Egal, lassen wir’s den Neuen machen.'' Bei dieser ersten Session entstanden gleich zwei Treffer: die majestätische Moll-Nummer A Woman Needs To Be Loved, die Henderson, Carl Davis und dem Dakar-Hausautor Floyd Smith zugeschrieben wird (die Original-45er listet jedoch Smith und den Hausgitarristen Gerald Sims) und ursprünglich als A-Seite vorgesehen war, sowie das eigenartige, mittelschnelle und flehende Can I Change My Mind. Angeblich war es der Discjockey 'The Wild Child' aus Houston, der die Scheibe umdrehte und Can I Change My Mind spielte, das an die Spitze der R&B-Charts (und auf Platz 5 Pop) kam und für das es eine Goldene Schallplatte gab. A Woman Needs To Be Loved blieb in ihrem Schatten. 'Das war wie ein Bluessong, aber ich singe wirklich keinen Blues', behauptete Tyrone. 'Ich singe Rhythm & Blues.' Allerdings machen die hellen Bläser, die aufrüttelnden Gitarrenriffs, T.D.s fauchender Gesang und ein ungewöhnliches Akkordschema aus dem Song weit mehr als einen Standard-Zwölftaktblues. Tyrone war in der Tat ein singendes Wunder. Einer von Syls schärfsten Konkurrenten für die Soul-Regentenschaft in der Windy City war Tyrone Davis, dessen flehender Gesangsstil unwahrscheinlich gut bei Frauen ankam. Nachdem er 1968 mit dem mittelschnellen Soul-Thema Can I Change My Mind für Carl Davis' Chicagoer Dakar-Label seinen ersten großen Hit gelandet hatte (die bluesigere Rückseite A Woman Needs To Be Loved ist auf Teil 3 unserer Sammlung zu finden), war der in Greenville, Mississippi, geborene Davis erst mal nicht zu stoppen: Er legte 1969 mit dem ähnlich wie Can I Change My Mind klingenden Is It Something You've Got sowie im Jahr darauf mit seinem zweiten R&B-Charttopper Turn Back The Hands Of Time nach. 'Ich glaubte nicht, dass irgendetwas 'Can I Change My Mind' toppen könnte', sagte Davis. 'Das war die erfolgreichste Platte, die ich je in meinem Leben hatte!' Mit dem Baritonsaxofonisten Willie Henderson als Produzent hatte T.D. einen unglaublichen Lauf bei Dakar, darunter seine Top-Ten-R&B-Hits I'll Be Right Here 1970, Could I Forget You im Jahr darauf, 1972 I Had It All The Time sowie Without You In My Life und There It Is 1973. 'Tyrone ist die Art von Typ, der immer glaubt, dass er es noch besser machen kann', merkt Henderson an. 'Ich hab es mit ihm immer so gehandhabt: 'Okay, ich habe, was mir gefällt. Ich lass es dich auf einer anderen Spur noch mal machen – wenn du es besser hinkriegst, schön. Aber wenn nicht, dann habe ich schon, was meiner Meinung nach ein guter Take ist!' Und normalerweise habe ich gewonnen.' Leo Graham stammte aus Stuttgart, Arkansas, arbeitete bei Brunswick - Dakar und übernahm die Produktionsleitung für T.D.s bläserbetonte, hart groovende 1975er-Veröffentlichung Turning Point, die Graham auch komponiert hatte. 'Ich schaute eines Abends fern. Ich sah mir irgendeinen Spielfilm an, dieser eine Ausdruck kam darin vor', sagt Graham. 'Es blieb mir irgendwie im Kopf kleben. Ich griff zu meiner Gitarre und versuchte, etwas dazu zu spielen und probierte dann, mir eine Story um den Ausdruck herum zu überlegen.' Der klassisch ausgebildete James Mack arrangierte Turning Point, Tyrones dritten Nr.-1-R&B-Charterfolg. Davis und Graham arbeiteten weiter zusammen, als der Sänger Dakar verließ und bei Columbia unterschrieb, wo er eine weitere Reihe von Hits verbuchen konnte. 'Leo Graham hielt mich 20 Jahre lang im Futter', sagte Davis, der am 9. Februar 2005 in Chicago starb. Obwohl er zuerst auf der West Side ins Geschäft kam und immer diese gewisse besorgte Schärfe in seiner Stimme behielt, stritt Davis immer ab, dass der Blues Teil seiner Erfolgsformel sei. 'Ich singe keinen Blues', betonte er. 'Ich bin ein Rhythm & Blues-Sänger.' Seine vielen Fans würden ihm da – bei allem Respekt – vielleicht widersprechen. Bill Dahl aus PLUG IT IN! TURN IT UP! Electric Blues 1939-2005 - The Definitive Collection! - "Plug It In! Turn It Up! - Electric Blues 1939 - 2005" auf Bear Family Records hat bei den Blues Music Awards in Memphis, Tenneessee, am 9. Mai den prestigetraechtigen Preis in der Kategorie 'Bestes historisches Album' erhalten. Die einzigartige, 12-teilige CD-Dokumentation vermittelt erstmals einen umfassenden Blick auf die Geschichte dieses bedeutsamen Genres, unabhaengig von Grenzen, die einzelne Plattenfirmen aufzeigen. Unser Autor Bill Dahl aus Chicago war vor Ort und nahm den Preis vor etwa 1.300 Bluesmusikern, Journalisten und Fans entgegen. Die Blues Music Awards, die alljaehrlich in Memphis fuer die besten Blues-Veroeffentlichungen verliehen werden, gelten als wichtigste Auszeichnung weltweit und werden auch als 'Oscars des Blues' bezeichnet..

Weitere Informationen zu Tyrone Davis auf de.Wikipedia.org
 
 
   
 
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Tyrone Davis: I Had It All The Time (1960) re
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Tyrone Davis: Turn Back The Hands Of Time (1970)
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