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Dzyan Time Machine - Electric Silence (CD)

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(MIG Music) 10 tracks, digisleeve Dzyan wurde 1972 als Quintett gegründet und nahm bereits... mehr

Dzyan: Time Machine - Electric Silence (CD)

(MIG Music) 10 tracks, digisleeve

Dzyan wurde 1972 als Quintett gegründet und nahm bereits nach zwei Monaten sein selbstbetiteltes Debütalbum auf, das auf Aronda, einem kleinen Label aus Bad Homburg, das vom Produzenten Günther Müller betrieben wurde, veröffentlicht wurde.

Die ursprüngliche Besetzung, die nie live auftrat, löste sich nach nur wenigen Monaten wieder auf. Bassist Reinhard Karwatky gründete kurz darauf ein Trio, das den Bandnamen übernahm. Karwatky, Gitarrist Eddy Marron und Schlagzeuger Peter Giger unterschrieben bei Bacillus / Bellaphon, Peter Hauke (u. a. Omega, Nektar, Jeronimo) produzierte, Dieter Dierks saß im Studio an den Reglern. Auf „Time Machine“ (1973), dem ersten Album für Bacillus, spielt Dzyan virtuosen Jazzrock, der vor allem auf dem 18-minütigen Titeltrack gelegentlich an John McLaughlins Mahavishnu Orchestra erinnert. Dem Trio fehlt es nicht an einer gewissen krautigen Rohheit. Auf ihrem zweiten Bacillus-Longplayer „Electric Silence“ (1974) feierte das Trio seinen Kraut-Jazzrock in Perfektion. In seiner Rezension des Albums urteilte das führende Fachmagazin Jazz Podium, dass sich Dzyan mit „Electric Silence“ als „die wohl beste deutsche Band“ im Bereich Jazzrock einen Namen gemacht habe. Achim Breiling vom Online-Magazin „Babyblaue Seiten“ urteilte vor einigen Jahren: „‚Electric Silence‘ ist sicherlich eines der seltsamsten, aber auch eines der beeindruckendsten und unabhängigsten Dinge, die in Deutschland im Grenzbereich zwischen Jazz und Rock produziert wurden.




Artikeleigenschaften von Dzyan: Time Machine - Electric Silence (CD)

  • Interpret: Dzyan

  • Albumtitel: Time Machine - Electric Silence (CD)

  • Genre Rock

  • Artikelart CD

  • Label MIG Music

  • EAN: 0885513034328

  • Gewicht in Kg: 0.07
Dzyan - Time Machine - Electric Silence (CD) CD 1
01 Kabisrain Dzyan
02 Magika Dzyan
03 Light Shining Out Of Darkness Dzyan
04 Time Machine Dzyan
05 Back To Where We Come From Dzyan
06 A Day In My Life Dzyan
07 The Road Not Taken Dzyan
08 Khali Dzyan
09 For Earthly Thinking Dzyan
10 Electric Silence Dzyan
Dzyan Das Quintett Dzyan aus dem Raum Mannheim/Frankfurt/M war "eines der dunkelsten Juwelen... mehr
"Dzyan"

Dzyan

Das Quintett Dzyan aus dem Raum Mannheim/Frankfurt/M war "eines der dunkelsten Juwelen der Krautrock- Szene der frühen 70er und mischte kreativ Elemente aus Rock, improvisiertem Jazz, Elektronik und Ethnomusik aus Asien zu etwas ganz Besonderem" (ALLMUSIC). Der Bandname wurde aus dem 'Buch des Dzyan' entnommen, einem fiktiven, angeblich sehr alten und geheimen indischen Schöpfungsbuch. Die Band wurde Ende 1971 von dem Multi-Instrumentalisten und Komponisten Reinhard Karwatky in Groß-Gerau, nahe Frankfurt/Main gegründet. Weitere Mitglieder waren Harry Krämer, Jochen Leuschner, Gerd Ehrmann und Ludwig Braum. In der Quintett-Besetzung begann die Gruppe Anfang 1972 zu proben und spielte nach nur zwei Monaten – ohne einen Auftritt – das selbstbetitelte Debüt ein, das auf dem klei- nen deutschen Label ARONDA veröffentlicht wurde.

Ein "faszinierendes Album, das heute noch frisch klingt" (COSMIC EGG). Dzyan spielten eine "leicht jazzige Form des Progressive Rock mit einem Hauch von Wolfgang Dauner, Teilen von Frank Zappas 'Hot Rats' und einigen Saxophonelementen im Van Der Graaf Generator- Stil" (KRAUTROCK MUSIKZIRKUS). Nach Abschluß der Aufnahmen und kurz vor der Veröffentlichung des Debüts verließen Krämer (Gitarrenstudium in Frankfurt/M) und Braum (Sinfonie-Orchester Koblenz) die Gruppe. Einen Monat später wurden Eddy Marron (g, voc, saz) (ex-Vita Nova) und Lothar Scharf (dr, ex-Volker Kriegel-Band) in die Besetzung aufgenommen, und die Band entwickelte sich in der zweiten Hälfte 1972 deutlich in Richtung Jazzrock. Nach dem Ausscheiden von Leuschner und Ehrmann im November 1972 78 und von Scharf († 2009) im Mai 1973 war Dzyan auf das Trio von Marron, Karwatky und Peter Giger (dr, perc) reduziert. Diese rein instrumentale Version von Dzyan veränderte ihren Sound vom ProgRock zum Jazz mit asiatischen Elementen.

Später im Jahr 1973 ging das Trio ins Dierks Studio und nahm das Album 'Time Machine' auf, das von Peter Hauke produziert wurde und das im November 1973 auf dem Label BACILLUS erschien. Das Album bot "erstaunliche Evidenz von ausge- flippten Fusion-Jazz-Titeln, gemischt mit seltsamen Experimenten und viel Mystik" (PROGARCHIVES). "Inter- essanter Jazz-Rock, der zeitweise mit folkloristischen Elementen versetzt war und der bisweilen ganz schön in Richtung Mahavishnu Orchestra schielte" (JAZZ PODIUM). Diese "wirklich starke Jazzrockscheibe gehörte mit zum Besten, was in diesem Bereich in Deutschland in den 70ern produziert worden war. Dem Ganzen hing zudem eine gewisse krautige Rohheit und Holprigkeit an, die der Musik eine sehr ei- gene, sympathische Note verleihen konnte" (BABYBLAUE SEITEN).

Anfang 1974 verließ Schlagzeuger Giger die Band für ei- nige Monate, um als Session-Musiker für das Jazz-Label ECM zu arbeiten und um mit Eberhard Weber (ex-Wolf- gang Dauner Group) auf Tour zu gehen. Während seiner Abwesenheit half Mark Hellmann (dr) vom Dave Pike Set 79 aus. Als Giger zur Band zurückkehrte, klang Dzyan wieder völlig anders, da Marron und Kar- watky mit einer Vielzahl von akustischen Instru- menten experimentiert und sich tiefer mit ethnischer und experimenteller Musik befaßt hat- ten. Das nächste Album des Trios, 'Electric Silence' (1974), war erneut im Dierks Studio entstanden und vom ehemaligen Karlheinz Stockhausen- Techniker Toby Hrycek-Robinson produziert wor- den. Die "wohl beste deutsche Band im Jazzrock-Bereich" (JAZZ PODIUM) veröffentlichte damit "ihr Meisterwerk. Es verband mit Leidenschaft einen stilistischen Jazzrock mit wunderbaren fernöst- lichen Elementen. Eine sehr angenehme Reise durch 'Kraut' und 'kosmische' Extravaganzen" (PROGARCHIVES).

Auf jeden Fall war 'Electric Silence' sicher "mit das Eigenartigste, aber auch Beeindruckendste und Eigen- ständigste, was im Grenzgebiet von Jazz und Rock in Deutschland produziert wurde" (BABYBLAUE SEITEN). Ende 1974, mit dem Weggang des letzten verbliebenen Ur-Mitglieds Reinhard Karwatky, brach auch diese letzte Dzyan-Besetzung auseinander. Damit war die Bandgeschichte beendet. "Ähnlich wie Embryo, Between, Agitation Free u.a. hatten Dzyan ihren eigenen Weg gefunden, Elemente der ethnischen Musik in die archetypi- schen Jazz- und Rockstile der 70er Jahre zu integrieren" (COSMIC DREAMS). Marron und Giger gründeten mit dem Jazz-Bassisten Gunter Lenz (ex-Albert-Mangelsdorff-Quintet) das Trio Giger-Lenz-Marron, das "ein wenig wie eine jazzige und weniger experimentelle Ausgabe von Dzyan klang" (ALLMUSIC). Von diesem Trio gab es zwei Alben, 'Beyond' (1976) und 'Where The Hammer Hangs' (1978). Zwischenzeitlich – im Sommer und Herbst 1974 – war Marron auch Mitglied bei Missus Beastly...

KRAUT! ist ein feiner Krautrock-Querschnitt in vier Aus- gaben, nach Regionen sortiert – Norden, Mitte, Süden und Berlin, mit den größten Hits, viel längst vergessener Musik und den wichtigsten Songs.

Burghard Rausch im Juni 2020

© Bear Family Records®
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Dzyan - Time Machine - Electric Silence (CD) CD 1
01 Kabisrain
02 Magika
03 Light Shining Out Of Darkness
04 Time Machine
05 Back To Where We Come From
06 A Day In My Life
07 The Road Not Taken
08 Khali
09 For Earthly Thinking
10 Electric Silence