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Frank Frost Big Boss Man

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Frank Frost: Big Boss Man

(1962 'Phillips Int'l') (29:01/11) Legendäres und gesuchtes Album - ein Klassiker des Harmonicablues aus den Südstaaten
 

Songs

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Artikeleigenschaften von Frank Frost: Big Boss Man

  • Interpret: Frank Frost

  • Albumtitel: Big Boss Man

  • Artikelart CD

  • Genre Blues

  • Music Genre Blues
  • Music Style Harmonica Blues
  • Music Sub-Genre 914 Harmonica Blues
  • Label COLLECTABLE

  • SubGenre Blues - Traditional

  • EAN: 0090431592120

  • Gewicht in Kg: 0.100
 
 

Interpreten-Beschreibung "Frost, Frank"

Frank Frost

Sam Phillips startete Sun Records 1952 auf einer soliden, erdigen Bluesbasis. Ein Jahrzehnt später hatte er das Genre fast komplett aufgegeben, als er Frank Frost traf. Der spielte Gitarre und gleichzeitig eine Bluesharp im Gestell und produzierte mit seiner Band elektrischen, Juke-Joint-gestählten Blues, der genauso kompromisslos war wie Howlin' Wolf und Joe Hill Louis, als Phillips sie produzierte. Sam brachte Frank und seine Night Hawks (Gitarrist Big Jack Johnson und Drummer Sam Carr) auf seinem Phillips International Label unter und veröffentlichte eine LP des Trios als 'Hey Boss Man!' sowie die kernig zur Sache gehende Single Jelly Roll King 

Am 15. April 1936 in Augusta, Arkansas, geboren, wurde Frost musikalisch aktiv, nachdem er 1951 nach St. Louis gezogen war. Willie Foster half ihm beim Erlernen des Bluesharpspiels. Carr – Sohn des Slidegitarristen Robert Nighthawk – engagierte Frank für seine Blue Kings. Inzwischen spielte Frost auch Gitarre; 1956 wurden beide Mitglieder der Band des Harpmeisters Sonny Boy Williamson.

"Wir waren in einem kleinen Laden in Missouri", erzählte Frost. "Wir mussten dort spielen, und er auch. Also spielten wir unten und er oben." Es dauerte nicht lange und sie arbeiteten zusammen. Der leicht aufbrausende Sonny Boy konnte es nicht leiden, dass Frank seine Gitarre mit Kapodaster spielte. "Wir waren auf einer  Brücke auf dem Weg nach Chicago und er sagte: 'Zeig mir das Ding mal.' Ich dachte, er wollte es sich anschauen. Und da hat er es von der Brücke geworfen! Seitdem spiel ich ohne Kapo. Es blieb mir nichts anderes übrig! 

Johnson, am 30. Juli 1940 in Lambert, Mississippi, geboren, spielte im frühen Teenageralter in der Band seines Vaters, um seine Gitarrenkenntnisse zu verbessern. Er begann 1962 eine lange musikalische Partnerschaft mit Frost und Carr, nachdem er beide im Savoy Theater in Clarksdale, Mississippi, erlebt hatte. "Das war schon was Besonderes", sagte der 2011 verstorbene Big Jack. "Diese Typen – einfach klasse! Frank war der Sänger, blies die Harp im Gestell und spielte Gitarre. So was hatten  wir hier noch nicht gesehen."

Jelly Roll King wurde wahrscheinlich am 28. April 1962 eingespielt und klang wie aus einer früheren Ära: Frosts gut eingespielte Combo legt einen harten Shuffle-Groove im Stil von Jimmy Reed hin, über dem Frost mit urigem Gesang und scharfen Mundharmonika-Antworten seine ganze Juke-Joint-Erfahrung ausspielen konnte. Doch weder die Single noch die LP schlugen kommerziell ein, Phillips' letzte Southern-Blues-Produktion war trotzdem ein musikalischer Leckerbissen.

Frost nahm 1966 eine weitere LP auf, diesmal in Nashville für Stan Lewis' Jewel-Label, produziert von Elvis' früherem Gitarristen Scotty Moore; My Back Scratcher, seine Antwort auf Slim Harpos Baby Scratch My Back, wurde zu einem R&B-Hit. Big Jack und Sam stellten weiterhin den Kern von Frosts Band, und das Album war genauso wunderbar puristisch wie sein Vorgänger. Das Trio unterhielt in den Folgejahren weiterhin sein Publikum in der Gegend von Clarksdale und Lula, bis sie vom Chicagoer Produzenten Michael Frank wiederentdeckt wurden. Er gründete sein Earwig-Label, um 1978 die die Trio-LP 'Rockin' The Juke Joint Down' zu veröffentlichen; er benannte Frost, Johnson und Carr dafür in The Jelly Roll Kings um.

Ab 1987 waren Frank und Big Jack beide unter eigenem Namen erfolgreich. Frost verstarb am 12. Oktober 1999, aber Johnson trat weiterhin auf, häufig mit dem Beinamen "The Oil Man", bis zu seinem Tod aufgrund Nierenversagens am 14. März 2011 in Memphis. Sam Carr konnte sich in seinen letzten Jahren durch eine ganze Reihe von Auszeichnungen weiter profilieren und starb am 21. September 2009. Als eingespielte Gruppe haben die drei einige der großartigsten Bluesaufnahmen ihrer Zeit gemacht.

 

Bill Dahl
Chicago, Illinois

PLUG IT IN! TURN IT UP!

Electric Blues 1939-2005. - The Definitive Collection!

 

 
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