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Eddie 'Cleanhead' Vinson The Original Cleanhead

The Original Cleanhead
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(Ace) 11 Tracks. 1970 LP plus 3 Bonustracks aus 'Super Black Blues Vol.2'. mehr

Eddie 'Cleanhead' Vinson: The Original Cleanhead

(Ace) 11 Tracks.
1970 LP plus 3 Bonustracks aus 'Super Black Blues Vol.2'.

Artikeleigenschaften von Eddie 'Cleanhead' Vinson: The Original Cleanhead

Vinson, Eddie 'Cleanhead' - The Original Cleanhead CD 1
01 Cleanhead blues
02 Pass out
03 Alimony blues
04 Cleanhead is back
05 Juice head baby
06 Old maid boogie
07 One o'clock humph
08 I needs to be be'd wid
09 Cleanhead blues (live) BONUS TRACKS
10 I had a dream (live)
11 Person to person (live)
Eddie 'Cleanhead' Vinson Eddie 'Cleanhead' Vinson Lonesome Train (Charles... mehr
"Eddie 'Cleanhead' Vinson"

Eddie 'Cleanhead' Vinson

Eddie 'Cleanhead' Vinson

Lonesome Train

(Charles Singleton-Teddy McRae)

King 4582

 

Eine weite Kluft trennte in der Nachkriegszeit den Blues vom Jazz, und Eddie Vinson bekam es am eigenen Leib zu spüren. Er war ein erstklassiger Bluessänger mit einem sofort erkennbaren Stil und ein Überflieger auf dem Altosaxofon, dessen Jump-Blues gar nicht so weit entfernt war von Louis Jordan – deswegen waren Ausflüge in den modernen Jazz für ihn verboten.

"Ich durfte nicht das Bebop-Ding machen. So hat hat Miles Davis 'Tune Up' und 'Four' gekriegt, weil ich zu dieser Zeit als Bluessänger gehandelt wurde", sagte der Saxer. "Diese Plattenfirmen, du konntest das nicht machen, also sagte ich Miles, er solle es ruhig aufnehmen. Aber ich dachte, er würde meinen Namen draufschreiben, doch wahrscheinlich hat er’s irgendwie vergessen."

Eddie wurde am 18. Dezember 1917 in Houston geboren und stammte aus einer musikalischen Familie. "Mein Vater war Pianist und mein Großvater spielte Geige, erinnerte er sich.Seine Gesangsfähigkeiten wurden früh verfeinert. "Mein Gesang begann in der Kirche", sagte Eddie. "Meine Tante machte in unserer Kirche das Programm, also musste natürlich jeder aus unserer Familie etwas beisteuern." Vinson fing in der Highschool mit dem Saxofon an, wo er von Dr. James Lett unterrichtet wurde. "Ich hatte einen Freund, der Saxofon spielte. Er spielte es und ich wollte es einfach spielen. Es hat nicht lange gedauert, denn ich wollte es wirklich", sagte Vinson. "Ich hatte einen ziemlich guten Lehrer. Er legte Wert auf Intonation. Er wollte einen fetten Sound vom Altsax." Nach seinem Schulabschluss wurde Vinson festes Mitglied der Bigband des Posaunisten Milt Larkin. "Zu dieser Zeit wurden sie 'Territory Bands' genannt", sagte er. "Wir hatten Arnett Cobb – er war mit mir in der Band – und eine Zeitlang hatten wir auch Illinois Jacquet."

Der Trompeter Cootie Williams war begeistert von Eddies Bluesgesang und überredete ihn 1942, sich seiner Bigband in New York anzuschließen. Vinson sang auf allen drei R&B-Charterfolgen der Band 1944–45 für das Hit-Logo, darunter Cherry Red Blues und Somebody's Got To Go, bevor er seinen Abschied nahm, um Ende 1945 auf Mercury sein eigenes Ding zu machen. Dort hatte er 1947 einen großen Doppelerfolg mit beiden Seiten seiner Single Kidney Stew Blues/Old Maid Boogie. Er ging 1949 zu King Records in Cincinnati und schaffte einen weiteren R&B-Hit mit dem Fortsetzungs-Song Somebody Done Stole My Cherry Red. Und am 7. Juli 1952 nahm er das hart treibende Lonesome Train auf – begleitet von einem strammen Bläsersatz und dem Gitarristen der King-Hausband, John Faire, dessen E-Gitarre abgeht wie eine Lokomotive.

Vinsons charakteristische Glatze brachte ihm den lebenslangen Spitznamen 'Cleanhead' ein. "Wir wollten uns früher immer unsere Haare glätten", erklärte er. "Und ich hab mir was von dem Zeug auf mein Haar gemacht, aber mir fiel es danach aus. Also rasierte ich es ganz weg, damit es nachwachsen konnte, aber die Reaktion auf die Glatze war so gut, dass ich es einfach so ließ. Das ist die Story von Cleanhead!" 1961 bekam er endlich die Gelegenheit, mit dem Quintett von Cannonball Adderley für Riverside Jazz aufzunehmen; er blieb bis zu seinem Tod am 2. Juli 1988 in L.A. musikalisch aktiv.

- Bill Dahl -
Chicago, Illinois

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