Wer war/ist Gerry Wolff ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr

Gerry Wolff

Gerry Wolff (1920-2005) war ein jüdisch-deutscher Schauspieler und Sänger, der während der Nazizeit im Exil in England lebte und 1947 nach Ostberlin zurückkam, um beim Aufbau eines neuen Deutschlands mitzuwirken. Er spielte ab 1949 in der Berliner Volksbühne und ab 1951 in zahlreichen Filmen. Sein wichtigster war 1963 'Nackt unter Wölfen' (Regie: Frank Beyer).

Gerry Wolff war als Sprecher beim Rundfunk, in Hörspielen und in der Synchronisation tätig und gehörte "zu den raren Schauspielern …, die obendrein noch Chansons und Jazz singen können" ('Eulenspiegel'). Ende der 50er Jahre produzierte er im Rundfunk viele Agitpropsongs, Anfang der 60er moderierte er im Fernsehen eine Unterhaltungssendung und trat mit Perry Friedman in Hootenannys auf. Der DEFA-Film 'Revue um Mitternacht' war der Beginn einer Zusammenarbeit mit dem Komponisten Gerd Natschinski, der ihn 1963 fragte, ob er die Hauptrolle in einem Revueprogramm des Berliner Friedrichstadtpalastes, dem Palastical 'Die Frau des Jahres', übernehmen wolle. Wolff bat sich einen Tag Bedenkzeit aus und lehnte das Angebot am nächsten Tag mit der Begründung ab: "Ich bin ein Würstchen und will ein Würstchen bleiben."

Natschinski produzierte in den Folgejahren mit Wolff eine Reihe von Songs und Schlagerchansons. Am bekanntesten wurde der Titel Die Rose war rot. Gerry Wolff trat damit beim Schlagerfestival im polnischen Sopot auf und erhielt einen Preis der Journalisten. In der DDR hoffte man damals, mit derartigen Schlagerchansons das "zählebige Gartenzwergniveau" (Jens Gerlach) der Schlager zu überwinden.

 

Auszug aus
Various - Liedermacher in Deutschland
Vol.2, Für wen wir singen (3-CD)
/various-liedermacher-in-deutschland-vol.2-fuer-wen-wir-singen-3-cd.html

Weitere Informationen zu Gerry Wolff auf de.Wikipedia.org

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