Presse - Easter Bunny Hop - musikreviews.de

Na, das ist vielleicht ein dickes Musik-Osterei!
Weihnachts-CD‘s hat schließlich jeder!
Wer aber bitte ist stolzer Besitzer einer Oster-CD???
Genau solche Gedanken müssen auch Bear Family Productions, die längst dafür bekannt sind, in der holden Musikvergangenheit nach noch holderen, ungewöhnlichen und durchaus abgefahrenen musikalischen Goldstücken zu schürfen, um dabei so einige Prachtstücke ans Musik-Licht zu befördern, gesponnen haben. 
Natürlich wieder mit viel Liebe zu jedem noch so kleinen Detail, denn welcher echte Musik-Goldsucher lässt sich beim Aussieben seiner Funde auch nur das kleinste Stück Edelmetall entgehen? 
Diesmal jedenfalls bewegen sich die Musik-Ei-Fundstücke auf „Easter Bunny Hop“ zwischen den Jahren 1949 bis 1961. Das unfassbarste aber ist nicht diese Zeit, sondern der Sound, in dem diese Aufnahmen präsentiert werden und der von unglaublich guter, perfekt remasterter Qualität ist.
Das Label selber betont dabei ausdrücklich: „Eine ausgelassene Osterfeier im Familienkreis und mit Freunden während der ersten Sonnenstrahlen des Frühlings kann nur erquickend und von Gott gewollt sein. Für die passende Musik sorgen wir! Daher lag unser Fokus auf Songs, die einfach Spaß machen und zum Tanzen anregen. Und natürlich weitestgehend zum Thema passen! Es gibt nichts Schöneres, als zu dieser Musik ausgelassen durch die Sonne zu tanzen, während die Kinder ihre Ostereier im Garten suchen!“

Wer also eine ganz besonderes musikalisches und zugleich historisch wertvolles Überraschungsei beim anstehenden Osterfest verstecken möchte, der ist mit dieser CD allerbestens beraten. 
Das Team von Bear Family hat ausschließlich Songs darauf zusammengestellt, die durchweg einen Bezug zu Ostern haben, aber nicht nur unter dem religiösen Aspekt, sondern auch unter dem feierlichen, bei dem eben Eier, Hasen, Hennen, Nester und vieles mehr ein bedeutende Rolle spielen. Dazu bekommt man außerdem noch ein gigantisches, extrem fettes 20seitiges Booklet mit ins Osternest gelegt, auf dem zu jedem Song und Musiker aufschlussreiche Anmerkungen und sehr lustige Illustrationen zu bewundern sind. 

Natürlich werden österlich auch die ganz Großen der 50er-Jahre in Szene gesetzt – von FATS DOMINO bis EDDIE CHOCHRAN und TOMMY SANDS, der auf „The Chicken And The Hawk“ wie der zweite ELVIS PRESLEY klingt, bis LIGHTNIN‘ SLIM, der wiederum gemeinsam mit dem Song von E. Chochran, das fetteste Blues-Ei mit „Rooster Blues“ versteckt. Aber auch das High-Speed-Rock‘n‘Roll-Instrumental „The Fickle Chicken“ von THE ATMOSPHERES ist absolut bewundernswert. 

Besonders lustig muten aber auch die Momente an, wenn man beim Hören der Musik eher den Eindruck hat, ein Weihnachts- statt Oster-Album in den Händen zu halten, wie beispielsweise beim Song über „Eggbert, The Easter Egg“ von ROSEMARY CLOONEY oder wenn auf gewalttätige Art und Weise auf dem letzten Song des Albums dem Osterhasen-Treiben ein grauenhaftes Ende gesetzt wird. Absolutes Highlight des Albums ist aber das total verrückte „F*** Off – The Dirty Rooster a.k.a. Chicken Rhythm“ vom SLIM GAILLARD TRIO. Einfach hören und schon weiß man, was der Kritiker meint. Das jedenfalls ist das versteckte Kritiker-Ei (Jetzt bitte nichts falsch auffassen!!!) in dieser Oster-Review!

FAZIT: Eine echte Osterüberraschung ist diese Zusammenstellung mit Musik aus den 50er-Jahren geworden, die mit ihren 28 Songs immer einen Bezug zu Ostern herstellt, fast alle großen Musiker dieser Zeit in sich vereint und in hervorragender Klangqualität daherkommt. Wer nach einer ganz besonderen Oster-Überraschung sucht, der hat sie mit „Easter Bunny Hop“ gefunden!

Thoralf Koß
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