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Michael Bloomfield Live At Old Waldorf

Live At Old Waldorf
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(1974-77 'Sony Music') (47:19/09) War in den sechziger Jahren Clapton d e r Gitarrist in England,... mehr

Michael Bloomfield: Live At Old Waldorf

(1974-77 'Sony Music') (47:19/09) War in den sechziger Jahren Clapton d e r Gitarrist in England, so war sein amerikanischer Gegenpart Bloomfield. Diese qualitativ hervorragenden Aufnahmen belegen nachdrücklich, warum er den Status eines Superstars genoss. Er war einer der ersten Weißen, die mit unglaublicher Intensität den Blues spielten - ihm nahm man den Schmerz, der er ausdrückte, auch ab. Fantastisch. Auch heute läuft mir eine Gänsehaut den Rücken runter, wenn ich ihn spielen höre

Artikeleigenschaften von Michael Bloomfield: Live At Old Waldorf

Bloomfield, Michael - Live At Old Waldorf CD 1
01 Sweet Little Angel/Jelly Jelly Blues Medley
02 Feel So Bad
03 Bad Luck Baby
04 The Sky Is Cryin'
05 Dancin' Fool
06 Buried Alive in the Blues
07 Farther up the Road
08 Your Friends
09 Bye, Bye
Die kleinen Kneipen auf der West und South Side von Chicago hatten in den frühen... mehr
"Michael Bloomfield"


Die kleinen Kneipen auf der West und South Side von Chicago hatten in den frühen Sechzigerjahren ein paar ungewöhnliche Besucher. Eine Handvoll junger weißer Musiker aus der Region machte die Runde, um bei ihren Helden mitzuspielen. Durch ihre instrumentalen Fähigkeiten und ihren Mut erwarben sie sich Anerkennung. Zu diesen Pionieren gehörten die Bluesharpspieler Paul Butterfield und Charlie Musselwhite, der Sänger und Gitarrist Nick Gravenites, Keyboarder Barry Goldberg sowie die Gitarristen Elvin Bishop und Michael Bloomfield. 'Es war praktisch bei uns hinterm Haus, wir mussten nur ein Auto von jemandem kriegen, einsteigen, hinfahren und darum bitten, bei diesen Leuten mitzuspielen und mit ihnen rumzuhängen', sagt Goldberg. 'Es gab keine Ängste. Es war nur der Wunsch, es zu tun – koste es, was es wolle, von ihrer Musik zu lernen.' Es steht außer Zweifel, dass Bloomfield seine Lektion bestens gelernt hatte. Sein familiärer Background liest sich nicht wie ein Standard-Blueslebenslauf: Er wurde am 28. Juli 1943 in Chicago in eine reiche jüdische Familie geboren und wohnte ab seinem 12. Lebensjahr in einem der besseren Vororte im Norden der Stadt- mit 13 bekam er seine erste Gitarre.

Michael Bloomfield wagte sich als Teenager furchtlos auf die South Side, um den Blues aus erster Hand zu erleben und hüpfte oft auf die Bühnen, um zu beweisen, dass er mithalten konnte. Scotty Moore und Cliff Gallup waren seine ersten Einflüsse an der Gitarre, jetzt hörte er den Besten der Windy City aufmerksam zu. Der scharfsinnige John Hammond erkannte Bloomfields Können an der elektrischen Bluesgitarre, nahm ihn für Columbia unter Vertrag und produzierte am 7. Dezember 1964 eine damals nicht veröffentlichte Session mit ihm, bei der eine sehr überzeugende Version des langsamen Blues Goin' Down Slow von St. Louis Jimmy Oden aus dem Jahr 1941 entstand. Bloomfields Gesang und seine Schnellfeuer-Leadgitarre wurde durch Musselwhite an der Bluesharp sowie seine reguläre Liveband mit Mike 'Gap' Johnson (Rhythmusgitarre), 'Silver' Sid Warner (Bass), Brian Friedman (Klavier) und Norman Mayell (Drums) ergänzt. Columbia verbannte diese erste Session ins Archiv, aber das hielt Michael nicht auf. Produzent Paul Rothchild von Elektra Records bestand darauf, dass Bloomfield Teil der Paul Butterfield Blues Band wird, und so begleitete er den ungestümen jungen Bluesharpspieler auf den 1965er-Klassikern Born In Chicago und Work Song sowie beim experimentellen Jam East West, wodurch er bald den Status eines echten Gitarrenhelden erlangte.

Michael Bloomfield nahm sich außerdem die Zeit, auf der Bob-Dylan-LP 'Highway 61 Revisited' und bei dessen kontroversem Auftritt beim Newport Folk Festival 1965 mitzuspielen. Michael verließ Butterfield Anfang 1967, um The Electric Flag zu gründen, eine vielseitige Gruppe mit Bläsern, die Rock, Blues und Soul vermischte (Goldberg und Gravenites waren ebenfalls an Bord). Trotz eines triumphalen Sets beim Monterey Pop Festival brach die Band bald auseinander. Bloomfields größter Plattenerfolg war eine locker strukturierte Jamsession-LP mit dem Keyboarder Al Kooper: 'Super Session' (auf Columbia) erlangte 1968 Gold-Status. Verfolgt von seinem Drogenmissbrauch, zog sich Michael Bloomfield in den 70er-Jahren in die Gegend von San Francisco zurück und nahm sehr persönliche Platten auf, die viele Spielarten des traditionellen Blues enthielten. Er starb am 15. Februar 1981 in San Francisco an einer Überdosis. 'Er ist auf jeden Fall einer der einflussreichsten Gitarristen unserer Zeit', sagt sein langjähriger Freund und Produzent Norman Dayron. 'Wenn du zuhörst, kannst du seine Innovationen hören.

' Bill Dahl aus PLUG IT IN! TURN IT UP! Electric Blues 1939-2005 - The Definitive Collection! - "Plug It In! Turn It Up! - Electric Blues 1939 - 2005" auf Bear Family Records hat bei den Blues Music Awards in Memphis, Tenneessee, am 9. Mai den prestigetraechtigen Preis in der Kategorie 'Bestes historisches Album' erhalten. Die einzigartige, 12-teilige CD-Dokumentation vermittelt erstmals einen umfassenden Blick auf die Geschichte dieses bedeutsamen Genres, unabhaengig von Grenzen, die einzelne Plattenfirmen aufzeigen. Unser Autor Bill Dahl aus Chicago war vor Ort und nahm den Preis vor etwa 1.300 Bluesmusikern, Journalisten und Fans entgegen. Die Blues Music Awards, die alljaehrlich in Memphis fuer die besten Blues-Veroeffentlichungen verliehen werden, gelten als wichtigste Auszeichnung weltweit und werden auch als 'Oscars des Blues' bezeichnet..

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