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Billy Lee Riley / Rocks – CD-Review
...auf CD, Rock, Zeitreise 6. Oktober 2019 Von Wolfgang Giese
Künstler: Billy Lee | Riley Label: Bear Family Records Musikstil: Blues, Rock'n'Roll, Rockabilly
Billy Lee Riley / Rocks
Und immer weiter rockt die Bärenfamilie. Ein weiteres 'Opfer' ist Billy Lee Riley, einer der ganz Wilden. Spontan fällt mir gleich ein Song ein, den ich mit dem Musiker assoziiere – "Red Hot" (»My gal ist red hot ….«).
Billy Lee Riley lebte von 1933 bis 2009 und galt als ein wichtiger Musiker im Umfeld von Rockabilly und Rock’n’Roll mit Hillbilly/Country-, Blues- und Folk-Elementen. Während seiner Kindheit wurde er stark durch Blues und Country beeinflusst, sogar auf den Baumwollfeldern arbeitete er. 1953 war es, dass die Karriere langsam in Gang kam, in Memphis/Tennessee. Aufgrund von Empfehlungen gab es den Kontakt zu Sam Phillips und Sun Records, das Label hatte einen neuen Star, der jedoch leider nicht genügend gefördert wurde.
Im Sun Studio wurde die erste Single eingespielt, "Rock With Me Baby / Trouble Bound", das war 1956. Diese beiden Songs sind natürlich auch auf dieser Kollektion enthalten, zwei von fünfunddreißig Stücken aus den Jahren 1956-1994. Allerdings klafft eine Lücke zwischen 1966 und 1978, und danach gibt es lediglich je einen Track aus 1992 und 1994, beide auch wieder im Sun Studio aufgenommen. "Red Hot" wurde der erste kommerzielle Erfolg, doch durchsetzen konnte sich Riley bei Sun Records leider nicht.


Erst in der Zeit nach Elvis Presleys Tod stieg – im Rahmen einer Revival-Bewegung des Rockabillys – das internationale Ansehen des Musikers und er wurde weltweit von Rockabilly-Fans gefeiert. Auf "Rocks" finden wir zumeist den rockenden Riley, kompiliert von Plattenlabeln wie Sun Records, Phillips Int’l, Brunswick, Checker (als The Megatons), Jaro (als The Spitfires – mit Roland Janes), Mojo, Myrl (als Darron Lee), Crown, Home Of The Blues, Enterprise, Rita und Hightone aus den Jahren ’59 bis ’92. Wiederum mit exzellenten Liner Notes von Bill Dahl ausgestattet, gibt das vierzig Seite starke Booklet reichlich Anlass zum Lesevergnügen, gespickt mit detailliert recherchierten Angaben.


Yeah, der Opener, "Red Hot", setzt wahrlich Zeichen! Eingespielt mit den Session-Musikern von Sun Records, hier die gleichen, die mit Jerry Lee Lewis spielten, atmet das Stück den typischen Stil des Labels. Jerry Lee Lewis war ursprünglich, vor Beginn der eigenen und von Sam Phillips geförderten Karriere, ebenfalls auf einigen ersten Songs von Riley mit an Bord. Hier wurde er am Piano bereits von Jimmy Wilson abgelöst, der jedoch nicht minder wild agierte.


Weitere echte Knüller sind zum Beispiel "She’s My Baby", "Your Cash Ain’t Nothin' But Trash", "Pearly Lee". Hier zeigt Riley, auch mit seinem gepressten und absolut frechen Gesang, was eine Rockabilly-Harke ist. Eigentlich hätte sein Erfolg dem seiner Labelkollegen gleichwertig sein müssen. Aus 1962 stammt der "Arkansas Traveler", auf dem sich der Mann dem Blues widmet und dazu auch die Bluesharp spielt. Unter dem Pseudonym Darron Lee wird 1961 getwistet, und ein Remake von "Red Hot" aus 1959 zeigt den Musiker als Blueser im Stil von Jimmy Reed. Nach der Zeit bei Sun Records versuchte er demnach, andere Stile auszuprobieren, leider jedoch ohne große Erfolge.


Auch die späten Aufnahmen dieser Kollektion zeigen unterschiedliche Ansätze, 1978 war es noch einmal Rockabilly, 1994 präsentiert er einen Song in Bo Diddley-Manier ("The Way It Was Back Then") und die "Little Green Men" aus 1992 zeigen Riley erneut als waschechten Rockabilly-Interpreten.

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