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Django Reinhardt The Electric Years 2-CD

The Electric Years 2-CD
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Django Reinhardt: The Electric Years 2-CD

(AVID) 53 tracks (157:42)

Artikeleigenschaften von Django Reinhardt: The Electric Years 2-CD

  • Interpret: Django Reinhardt

  • Albumtitel: The Electric Years 2-CD

  • Label AVID

  • Genre Jazz

  • Artikelart CD

  • EAN: 5022810192022

  • Gewicht in Kg: 0.12
Reinhardt, Django - The Electric Years 2-CD CD 1
01 Peche A La Mouche
02 Minor Blues
03 For Sentimental Reasons
04 Blues For Barclay
05 Danse Norvegienne
06 Folie A Amphion
07 Vette
08 Anniversary Song
09 Swing 48
10 September Song
11 Brazil
12 I'll Never Smile Again
13 New York City
14 Django's Blues
15 I Love You
16 Love's Mood
17 Vendredi 13
18 Billets Doux
19 Swing Dynamique
20 Lover Man
21 Rhythme Futur
22 Topsy
23 Moppin' The Bride
24 Insensiblement
25 Mano
26 Blues Primitif
27 Gipsy With A Song
Reinhardt, Django - The Electric Years 2-CD CD 2
01 Blues For Ike
02 September Song
03 Night And Day
04 Insensiblement
05 Manoir De Mes Reves
06 Nuages
07 Brazil
08 I'm Confessin'
09 Double Whisky
10 Dream Of You
11 Impromptu
12 Vamp
13 Keep Cool
14 Fleche D'Or
15 Troublant Bolero
16 Nuits De Saint Germain-Des-Pres
17 Crazy Rhythm
18 Anouman
19 Fine And Dandy
20 D.R. Blues
21 Symphonie
22 Improvisation Sur La Danse Norvegienne
23 St Louis Blues
24 Douce Ambiance
25 Melodie Au Crepuscule
26 I Can't Give You Anything But Love
Es gibt drei Kategorien von Künstlern. Solche, die zu Lebzeiten als gute Musiker bezeichnet... mehr
"Django Reinhardt"

Es gibt drei Kategorien von Künstlern. Solche, die zu Lebzeiten als gute Musiker bezeichnet werden. deren wahre Genialität man aber erst nach ihrem Tode erkennt. Dann gibt es die Musiker, die zu Lebzeiten gefeiert und gewürdigt werden, die aber nach ihrem Tode mehr und mehr in Vergessenheit geraten, weil man erkennt, daß sie den Nachkommenden nicht mehr viel zu sagen haben. Und schliesslich gibt es die Musiker, die einem größer erscheinen, je mehr Jahre seit ihrem Tode verstrichen sind. Zu den letzteren gehört Django Reinhardt. Ich besinne mich noch der Jahre 1934 und 1935, als ich die ersten Platten des Hot-Club-Quintetts erhielt. Damals sah man Stephane Grappelly noch als den genialeren Musiker im Vergleich mit Reinhardt an. Zehn Jahre später hatte sich der Vergleich umgekehrt. Und wieder zehn Jahre später waren es die Amerikaner, die den Europäern klarmachten, daß es nur einen Musiker in der Geschichte des Jazz gab, der als Europäer den Amerikanern Vorbild sein konnte, eben Django Rein-hardt. Dabei ist es bisher geblie-ben. Noch ist kein europäischer Jazzmusiker aufgetaucht, der seinerseits die Amerikaner beein-flußt hätte oder gar drüben auf Grund seiner Plattei eine Art Schule hätte ins Leben rufen können.

Die vorliegende „Milestones"- Platte zeigt gewissermaßen in einer Nußschale den Menschen und Musiker Django Reinhardt, jene unbeschreibliche Mischung von zigeunerhaftem Vagantentum und Naturverbundenheit, von fran-zösischer Lebens- und Sinnen-freude und von Amerikanismus, die den Menschen und Musiker Django Reinhardt ausmachen. Schon die ersten Takte von „Minor Swing" rühren in ihrer nostalgi-schen Molltonart, aus der Django aber bald temperamentvoll aus-bricht. Der Evergreen ,,Georgia" wird von Freddy Taylor gesungen, einem farbigen amerikanischen Entertainer, mit dem Django 1935 in der exklusiven „Villa d'Este" an den Champs-Elysees aufgetreten war. Diese Aufnahme brachte meine erste persönliche Begeg-nung mit dem großen GItarnsten. Die übrigen Titel der ersten Platten-seite zeigen Django unter verschie-denen Aspekten. Da ist das Solo auf der unverstärkten Gitarre „Echoes of Spain". Kein Jazz, wohl-verstanden, aber pure Musik wie sie ihm bei dem Gedanken an die Zigeuner auf der Wallfahrt nach Saintes Maries-de-la-mer eingefallen sein mag. Das Duo „Out of Nowhere" mit dem Geiger Grappel-ly zeigt ihn nicht nur als einfühl-samen Begleiter in kammermusika-lischem Rahmen sondern auch von unglaublicher Sensibilität in der Behandlung der Harmonien.

Die Aufnahme von „Lady Be Good" mit dem damaligen Gipfeltreffen von drei Geigern dürfte für alle eine Überraschung sein, die glauben, die Violine sei erst durch die moderne Pop-Jazz-Musik populär gemacht. Eingangs- und Schluß-Chorus sind von Diango arrangiert, er selber spielt die erste Impro-visation,gefolgt von Michel Warlop (1911-1947), dann Stephane Grap-pelly und schließlich, mit Doppel-griffen, Eddi South, dem farbigen Geiger aus den USA, der 1937, dem Jahr der Weltausstellung in Paris, dort im „Ritz"-Hotel spielte. Ebenso überraschend wird für viele Bachs Doppelkonzert in d-moll für zwei Violinen sein, interpretiert von South und Grappelly, die lediglich von Django Reinhardt begleitet werden. Damals, In der Schellack-zeit, brachte die A-Seite das Thema quasi notengetreu, aber in Swing-Manier, und die B-Seite die Improvisation. Im Aprilheft 1938 der Zeitschrift „Jazz Hot" schrieb damals Hugues Panassie: „Es wäre falsch, zu behaupten, daß Bach durch die Jazzinterpretation gewinnen sollte, aber es sollte auf die mehr oder weniger direkten Beziehungen zwischen der Musik von Bach und dem Jazz hingewiesen werden".

In den Jahren vor dem Krieg war Pans für den europäischen Jazz das, was Harlem für den amerikanischen war, besonders im Jahr 1937. Und alle, die an die Seine kamen, woll-ten mit Django spielen. „Crazy Rhythm* zeigt zwei der bedeutend-sten von ihnen: Coleman Hawkins und Benny Carter. Der Titel ist ein Meilenstein für die Fortschritte im europäischen Jazz; denn er zeigt zwei europäische und zwei amerikanische Saxophonisten im Wettstreit: zunächst Andre Ekyan (Alt) und Alix Combelle (Tenor), gefolgt von Benny Carter (Alt) und Coleman Hawkins (Tenor, mit zwei Chorus-sen). Grappelly spielt hier ausnahmsweise einmal Klavier. — In einer Woche im April 1937 ging das Quintett dreimal ins Studio, um 17 Titel einzuspielen, die in ihrer Geschlossenheit als eine der grandiosesten Leistungen in der Jazzgeschichte bezeichnet werden müssen, vergleichbar etwa den Meilensteinen von Armstrongs Hot Five und Hot Seven der Jahre 1927/28 oder den Ellington-Sessions von 1940 mit Jimmy Blanton. Drei der Titel wurden auf der B-Seite untergebracht: Der Evergreen „Rose Room" (auf dessen Harmonien Ellington später „In A Mello-tone" aufbaute), die typische Django-Komposition „Tears" und die Zug-Imitation „Mystery Pacific".

Man muß staunen, wieviel Lautmalerei allein mit Saiteninstrumenten möglich ist! „Nuages", Djangos populärste Komposition, durfte nicht fehlen. Sie entstand, als Grappelly und Reinhardt durch den Krieg getrennt waren; die Klarinette Hubert Rostaings trat an die Stelle der Geige. Nicht minder schon, wenn auch nicht ganz so bekannt, ist „Manoir de mes reves", nach dem Kriege von Django und einer Big Band amerikanischer Soldaten aufgenommen. Eine Vorkriegsauf-nahme aus der Zeit des Höhepunkts des einmaligen französischen Quintetts schließt den Reigen. Mir ist kein Jazzmusiker bekannt, dem namhafte Dichte,' ein Denkmal in Zeilen gesetzt hätten, aber Djangos Kunst wurde gleich von zwei Poeten verherrlicht. Der eine ist James Jones in seinem Roman „Verdammt in alle Ewigkeit" (s. Zitat im Doppelalbum Django Reinhardt der „Serie 2000"). Der andere ist kein Geringerer als Jean Cocteau. Als er Django zum ersten Mal hörte und kennenlernte, inspirierte er ihn zu einer seiner Gestalten in „Les enfants terribles", und nach seinem Tode schrieb er: „Sein Rhythmus war ihm so zu eigen wie einem Tiger die Streifen, sie steckten ihm in der Haut".
Dietrich Schulz-Köhn

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