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Various - Sol Sajn Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)
 
 

Artikel-Nr.: BCD16915

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Various - Sol Sajn: Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

Video von Various - Sol Sajn - Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

(3-CD Digipack mit 104-seitigem Booklet, 57 Einzeltitel. Spieldauer: 250:22) 
Die Jiddische Musik/ Klezmer  fasziniert durch ihre Vielfalt und Lebendigkeit. 

Der Klezmer-Stammtisch in Berlin

1994 trafen sich fünf junge MusikerInnen, um gemeinsam einer neuen Leidenschaft nachzugehen: der Klezmer-Musik. Schnell wurde die Band la'om gegründet und ein Programm erarbeitet. Aber der Wunsch, ohne Leistungs- und Ergebnisdruck einfach gemeinsam etwas zu spielen, wurde damit nicht erfüllt. Aus diesem Grunde traf man sich am 15. November 1995 in einer Kneipe in Berlin für eine Klezmer-Session. Die Idee bestand darin, an jedem 15. eines Monats ohne Bühne und Programm zusammen Musik zu machen, wie man es schon von irischen und ähnlichen Folk-Sessions kannte. Ein gutes Jahr später hatte sich der 'Klezmer-Stammtisch', wie er damals noch scherzhaft genannt wurde, im Café Oberwasser im Prenzlauer Berg, einem Stadtviertel von Berlin, auf Dauer niedergelassen. Dort findet er bis heute statt.

Der Klezmer-Stammtisch hatte von Anfang an keinen größeren Anspruch an Qualität und Finanzierung. Er war vor allem als Forum für Gespräche, Musik und Kontakte gedacht. Das sah und sieht dann so aus, dass jeder seine Getränke selbst bezahlt und es keinen Verantwortlichen für das Programm gibt. Es wird nicht abgesprochen, wer kommt und ob überhaupt jemand kommt. Wenn keiner spielt, gibt es keine Musik. Wenn alle spielen, gibt es halt viel Musik auf einmal. Es gibt keine Aufnahmeprüfung (aber bei welcher Session gibt es das schon). Wenn einer 'Schrott spielt', ist auch das ein Teil der aktuellen Musikszene.

Das Einzige, worauf über die Jahre geachtet wurde, ist, dass es eine Klezmer-Session bleibt. Die Tendenz, z. B. Balkan-Musik mit einzuflechten, gab es immer, dies wurde aber stets auf 'nach Mitternacht' verschoben. Es gab nie die Intention, das Ganze auf eine professionelle Ebene zu verlagern. Es werden keine Gagen gezahlt, und es wird keine Bühne geboten. Es findet keine Werbung statt, und der Klezmer-Stammtisch zeigt auch keine Internet-Präsenz. Für die breite Hobby-Klezmer-Szene war der Stammtisch dadurch auch immer eine 'gefahrlose' Möglichkeit, Neues mit interessierten KollegInnen auszuprobieren. Für professionelle Musiker ist die Zwanglosigkeit eine oft neue Erfahrung. Einige professionelle Gruppen suchten vergebens nach Bühne und Verantwortung und kamen nach einem ersten Besuch nicht wieder. Andere professionelle Gruppen und Musiker hingegen nutzen die Gelegenheit und kommen oft.

Eine solche Art der Session steht und fällt mit der Unterstützung des Gastgebers oder der Gastgeberin. Über Jahre hinweg auf Liebhaber-Niveau eine abwechselnd brillante oder schlechte Session zu beherbergen braucht langen Atem und stete Begeisterung. Und so kann man an jedem 15. eines Monats MusikerInnen aller Couleur treffen und kennenlernen.
Ab und zu kommt ein Tourist und stellt sich als Klezmer-Musiker und Stammtisch-Besucher vor. Diese Art von Gästen kommt aus aller Welt und ermöglicht einen international übergreifenden Kontakt.

Auch in anderen Städten wurde und wird bisweilen eine Session nach Vorbild des Berliner Klezmer-Stammtisches initiiert. 2003 rief z. B. die Fidl Kapelje in Amsterdam ihre eigene Version ins Leben. Zuerst in verschiedenen Kneipen, dann hauptsächlich im 'KHL' ansässig, existierte der Amsterdamer Klezmer-Stammtisch zwei Jahre. Als jüngstes Unternehmen startete im Herbst 2008 der Saarbrücker Klezmer-Stammtisch im TIV (Theater Im Viertel).

MusikerInnen aus Berlin, aus Deutschland und aus aller Welt haben so seit Jahren die Möglichkeit, sich zwanglos zu treffen. Sie wird nicht immer genutzt, aber man kommt immer wieder auf sie zurück, da man davon ausgehen kann, dass es den Stammtisch immer noch gibt.
Und das macht diese Session so einzigartig.

Franka Lampe, Januar 2009

Ein wichtiger Ort für Begegnung und Austausch innerhalb der deutschen, durch eine Vielzahl von Besuchern aber auch der internationalen Szene ist der Berliner 'Klezmer-Stammtisch'. Franka Lampe, Mitbegründerin und aktive Musikerin (in diesem Set bei mehreren Projekten vertreten), hat für die vorliegende Produktion den vorstehenden Text verfasst. 


CD 7: Weiterentwicklung des jiddischen Liedes in Deutschland
trio kali gari: Katerine - Di Sapozhkelakh - Kasbek: Majn schejne Bessarabianka • Aufwind: Dolje • Schikker wi Lot: Peysakh in Portugal • Dieter Pichowski: Azoy vayt avek fun mir • Gojim: Bam altwarger • Gabi Heleen Bollinger: Rabbi Rap 2 • Sukke: In Frankraykh • Brave Old World: Berlin 1990 • Susanne Weinho¨ppel: Sol sajn • Daniel Kempin/Dimitry Reznik: Yoshke fort avek • Karsten Troyke: Akh Nem Mikh, Liber • Uwe Sauerwein: Gefilte Fish • Duo Wajlu: Schpil mir, zigajner • espe: Die Lewone gejt oif iberm New Yorker Shtetl • Pankraz: Dunkelgold • nu: Zog Malkele, di sheyne • NuNu!: Papirossn • Ahava Raba: Unter dajne wajsse schtern • The Klezmatics: Shnirele Perele


CD 8: Musik eingewanderter Juden aus Osteuropa und internationale Kooperationen
Di Naye Kapelye: Az Nisht Keyn Emine • Ensemble Scholem Alejchem & Gruppe Galizianer: Potpourri Czernowitz - Josele • Ham- burg Klezmer Band: Dem Rebns Nign - Bukoviner Sher • Joel Rubin Jewish Music Ensemble: Sakhnovski's Dobranotsh - Schott Wergo Music 1614-2 • Klezmer Chidesch: Kinderjorn • Rosenthal & Ginzburg: Sher (Tra-ta-ta) • Klezmer Alliance: Mir Basaraber - Chassidic Suite, part 2 • Konsonans Retro: Khasitsky Tanets & Horo • Ensemble Klesmer: An europeyishe Kolomeyke • Kharkov Klezmer Band: Terkisher • Kedem: Zev Feldman's Sher/Bejgele • Mark Aizikovitch: Russische Felder • The Merlin Shepherd Ka- pelye: Lawless, winged and unconfined • Budowitz: Budowitzer Sher


CD 9: Klezmer auf den Spuren von Dave Tarras und Naftule Brandwein
Klezgoyim: Noi Tate - Not Azoy • Tants in Gartn Eydn: Shifers Tants • Kasbek: Kishinever Bulgar - Shtiler Bulgar • Ahava Raba: A Glezl Vajn • Khupe: Heymisher • Grinsteins Mischpoche: Freilach No. 26 • Fialke: Freylakhs - Khotinskaya • Duo Wajlu: Kolo- meyke/Vi tsvey iz Naftule der driter • Herwig Strobl: Yiddish Cracow • A Tickle in the Heart: Brandwein-Medley • Folkinger: hora hassidith • NuNu!: Der Hejser Bulgar • Jontef: Naftalis doine • Di Grine Kuzine: Araber Tants • Nu: Das Teureste in Bukowina - Khasid U Rabina - Freylekhs • Nifty's: Ukraynishe Kolomeyke • la'om: Tsiveles Bulgar • Aufwind: Doina/Sirba
weiter CDs aus dieser Serie:

Vol.1, Jiddische Musik / Klezmer in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009) 3-CD - BCD16913
Vol.2, Jiddische Musik / Klezmer in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009) 3-CD - BCD16914
Vol.4, Jiddische Musik / Klezmer in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009) 3-CD - BCD16916

3-CD Digipack mit 104-seitigem Booklet, 57 Einzeltitel. Spieldauer: 250:22 Minuten


 

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Artikeleigenschaften von Various - Sol Sajn: Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

  • Interpret: Various - Sol Sajn

  • Albumtitel: Vol.3, Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

  • Artikelart CD

  • Genre Klezmer

  • Music Genre Folk & Weltmusik
  • Music Style World Music
  • Music Sub-Genre 150 World
  • Edition 2 Deluxe Edition
  • Label Bear Family Records

  • Preiscode CP
  • SubGenre International Music - General

  • EAN: 4000127169150

  • Gewicht in Kg: 0.270
 
 

Interpreten-Beschreibung "Various - Sol Sajn"

Sol Sajn

Jiddische Musik in Deutschland und ihre Einflüsse (1953-2009)

12teilige CD-Serie,

Herausgeber: Dr. Bertram Nickolay, Dr. Alan Bern, Heiko Lehmann

Von deutschen Nichtjuden gespielte jiddische Musik ist ein Phänomen, das ungefähr genauso lang reflektiert wird, wie es diese Interpretationen gibt. Die Reflektionen haben eine Spannweite vom Verbot (jiddische Musik darf nur von Juden gespielt werden; dieses Argument erinnert an das Dogma, Blues dürfe nur von Schwarzen gespielt werden) bis hin zum Vorwurf der Nekrophilie einerseits; andererseits reicht das Spektrum von ernsthafter kritischer Reflektion zu nüchterner positiver Bewertung bis hin zu philosemitischer Schwärmerei. Pauschale Betrachtungen beginnen und enden oft mit Giora Feidman, der Ende der achtziger/Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts tatsächlich einen großen, vielleicht den größten Einfluss auf deutsche Interpreten hatte. Doch jiddische Musik im Nachkriegsdeutschland gab es bereits Jahrzehnte bevor Giora Feidman in Deutschland jiddische Musik zu beeinflussen begann. Der nachfolgende Text versucht, die Problematik etwas ausführlicher zu beleuchten.

Weder dieser Text noch die zwölf CDs, die Bear Family in Zusammenarbeit mit der Büchergilde Gutenberg in den nächsten Monaten herausbringt, stellen sich dem Anspruch, das Thema in seiner Vollständigkeit zu präsentieren. Ein solcher Anspruch ist in diesem Rahmen nicht möglich. Das Projekt ist der Versuch einer Annäherung, der einen Überblick vermitteln und Anregungen für die tiefer gehende Forschung liefern soll. Es wird ausdrücklich empfohlen, weiterführende Literatur zu recherchieren (stellvertretend für alle sei an dieser Stelle auf die Autoren Aaron Eckstaedt, Rita Ottens und Heiko Lehmann verwiesen). Die Musik, deren Auswahl sich auf den enormen Fundus und die individuellen Erfahrungen der drei Produzenten gründet, musste einem Auswahlverfahren unterworfen werden, das sich nach der Relevanz für das zugrunde liegende Konzept richtet; die Musik wurde grundsätzlich nicht nach persönlichen Vorlieben bewertet, um eine möglichst objektive Auswahl treffen zu können. Eine Auswahl musste deshalb getroffen werden, weil der Platz für alle Künstler auf den CDs schlicht nicht ausreichend gewesen wäre. Auswahlkriterien waren:

-                Permanente bzw. temporäre Präsenz in Deutschland
-                Relevanz im Zeitraum der Präsenz und darüber hinaus
-                Künstlerischer Einfluss

Schließlich und letztlich spielten auch lizenzrechtliche Fragen bei der Auswahl eine Rolle. 

 

Geschichte der Jiddischen Musik in Deutschland

Read more at: https://www.bear-family.de/bear-family/serien-div./jiddische-musik/
Copyright © Bear Family Records

 
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