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Günter Zint Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989
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Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989 Clubs und Musik Die Musik in den...mehr
Günter Zint: Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989
Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989
Clubs und Musik
Die Musik in den Hamburger Clubs der frühen 1960er Jahre war legendär und weitaus mehr als nur Klänge zum Abhotten — der Beat war der Soundtrack des Aufbruchs und der Rebellion. Von allen Clubs war der Star-Club auf der Großen Freiheit direkt neben der barocken St.-Joseph Kirche wohl der berühmteste. Obwohl er nur achtJahre lang existierte, spielten auf der kleinen Bühne des ehemaligen Stern-Kinos (daher der Name) etliche Größen der Rockgeschichte — unter anderem die Liverbirds, Bill Haley, Chuck Berry, Little Richard, Jimi Hendrix, Ray Charles, Fats Domino, Brenda Lee, die Rattles und Jerry Lee Lewis. Und natürlich die Beatles, als sie noch unbekannte Musik-Malocher aus England waren, die sich hier neben sechs weiteren Bands pro Abend die Aufmerksamkeit des Publikums hart erspielen mussten. Der Star-Club-Gründer Manfred Weißleder hatte einen feinen Riecher für Talente und gute Drähte nach England, so dass nicht wenige Bands, die er nach Hamburg geholt hatte, von hier aus die Welt eroberten. Doch der Star-Club war noch viel mehr als Musik — er war ein Experimentallabor für alles, was neu, heiß und besonders war.
Die Musik in den Hamburger Clubs der frühen 1960er Jahre war legendär und weitaus mehr als nur Klänge zum Abhotten — der Beat war der Soundtrack des Aufbruchs und der Rebellion. Von allen Clubs war der Star-Club auf der Großen Freiheit direkt neben der barocken St.-Joseph Kirche wohl der berühmteste. Obwohl er nur achtJahre lang existierte, spielten auf der kleinen Bühne des ehemaligen Stern-Kinos (daher der Name) etliche Größen der Rockgeschichte — unter anderem die Liverbirds, Bill Haley, Chuck Berry, Little Richard, Jimi Hendrix, Ray Charles, Fats Domino, Brenda Lee, die Rattles und Jerry Lee Lewis. Und natürlich die Beatles, als sie noch unbekannte Musik-Malocher aus England waren, die sich hier neben sechs weiteren Bands pro Abend die Aufmerksamkeit des Publikums hart erspielen mussten. Der Star-Club-Gründer Manfred Weißleder hatte einen feinen Riecher für Talente und gute Drähte nach England, so dass nicht wenige Bands, die er nach Hamburg geholt hatte, von hier aus die Welt eroberten. Doch der Star-Club war noch viel mehr als Musik — er war ein Experimentallabor für alles, was neu, heiß und besonders war.
Auch der Schriftsteller Hubert Fichte gab hier 1966 vor 1500 begeisterten Zuhörern seine berühmte »Beat und Prosa«-Lesung zum Besten und machte damit den Anfang der Popliteratur in Deutschland. 1969 übernahmen Frank Dostal, Achim Reichet und Kuno Dreysse die Programmgestaltung im Star-Club. Rundherum öffneten immer mehr Diskotheken, unter der Woche mangelte es immer öfter an Publikum, Gagen konnten nur noch mit Mühe gezahlt werden. Das letzte Konzert am Silvesterabend 1969 gaben Hardin & York. Kuno Dreysse schnod-derte noch ein paar wütende Abschiedsworte hinterher: »Dies ist der wirklich letzte Abend — und ihr seid selber schuld. Ihr kommt mit dem Arsch nur hoch, wenn irgendwas Namhaftes hier spielt.
Ihr werdet noch an den Star-Club denken, wenn ihr eure Hintern in der Musikhalle in die Sessel zwängt und euch nicht mehr bewegen könnt.« Danach war Fei-erabend. Renä Durand zog mit seinem Salambo ein. Inzwischen ist die Große Freiheit kaum mehr als eine Sauf- und Feiermeile. Kegelclubs lassen sich vor dem Beatles-Denkmal fotografieren, und im Morgen-grauen gibt es eher Polizeieinsätze als Rock 'n' Roll. Das Star-Club-Ge-bäude ist vor langer Zeit abgebrannt, nur ein Gedenkstein im Hinterhof — aufgestellt durch die Initiative von Günter Zint — erinnert noch an die großen Zeiten der Livemusik.
Artikeleigenschaften vonGünter Zint: Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989
Interpret: Günter Zint
Albumtitel: Wilde Zeiten - Hamburg-Fotografien von Günter Zint 1965–1989
Genre Rock'n'Roll
- Einband Gebundene Ausgabe
- Sprache german
- Kategorie Nachschlagewerk
- Seiten 256
Artikelart Bücher/Books
- Verleger Junius Verlag
- ISBN-13 9783960605041
- Größe 25,7 x 2,8 x 28,7 cm
- ISBN-10 3960605048
- Autor Tania Kibermanis & Günter Zint
EAN: 9783960605041
- Gewicht in Kg: 1.8
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