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Wer war/ist Betty James ? - CDs, Vinyl LPs, DVD und mehr


Betty James

Bluessängerinnen waren in den 60ern nicht mehr so weit verbreitet wie in den Jahrzehnten zuvor. Die meisten widmeten sich kommerzielleren Formen des R&B. Betty James war eine äußerst erfreuliche Ausnahme.

Mit fast noch ländlichen Gitarrenriffs gibt die prägnante elektrische Bluesgitarre, die James' ausdrucksstarken, selbstbewussten Gesang ergänzt, ihrem 1961er-Debüt I'm A Little Mixed Up einen Retro-Sound, der eher nach 1951 klingt. Der Song erschien zuerst auf dem New Yorker Cee-Jay Label von Clarence Johnson und Joe Evans, die auch 45er der lokalen Blueskünstler Jay Dee Bryant, Lee Roy Little und Jimmy Spruill pressten. Johnson und Evans wurden als Produzenten gelistet, als Mixed Up für den nationalen Vertrieb von Chess übernommen wurde; auf der Rückseite war Help Me To Find My Love.

Danach war Betty (die laut einem Bericht aus Baltimore stammte) offiziell eine Chess-Künstlerin, aber ihre Folgesingles für das Chicagoer Label waren völlig erfolglos: 1962 erschien I'm Not Mixed Up Anymore (eine Fortsetzung, die komplett anders als ihr Debüt klang) mit dem kantigen Henry Lee auf der Rückseite; erst vier Jahre später folgte das frech-anzügliche I Like The Way You Walk mit Salt In Your Coffee, das immer noch die markante Gitarrenbegleitung enthielt, die eventuell von ihrem Ehemann stammte. Fünf weitere Titel von den beiden Sessions schlummern noch im Chess-Archiv.

Das ist leider alles, was über Betty James bekannt ist. Aber I'm A Little Mixed Up lebte weiter. Willie Dixon hatte ein Ohr für gute Songs und ließ bei einer 1965er Chess-Session die von ihm geförderte und produzierte Koko Taylor den Song interpretieren, der dann auf Kokos erster LP erschien. 

Bill Dahl
Chicago, Illinois 

PLUG IT IN! TURN IT UP!
Electric Blues 1939–2005 – The Definitive Collection!
Volume 3: 1960–1969

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