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JAVALINS Javalins' Beat

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JAVALINS: Javalins' Beat

1-CD Album mit 24-seitigem Booklet, 22 Einzeltitel. Spieldauer ca. 65 Minuten.

Die Javalins waren zwischen 1959 und 1964 die Stars der Szene und prägten mit ihrem Stil eine ganze Generation von Gitarristen. Zur Zeit der Wirtschaftswunderjahre kamen viele Indo-Kapellen nach Deutschland, darunter eine Gruppe junger emigrierter Indonesier aus Holland, Javalins. Zunächst nannten sie sich Crazy Strangers. 1962 wurden sie zu den Javalins. Sie hatten einen eigenen Stil, der sich vor allem durch einen kompakten Rhythmus auszeichnete und bekamen die Chance, den Titel Twistin Away bei Electrola aufzunehmen. Die Begeisterung war groß, und die Javalins bekamen sofort einen Schallplattenvertrag. Paul Kuhn wurde ihr Arrangeur und perfektionierte ihren Sound. Es folgten Mr. Tschang aus Chinatown, Javalins Beat und Sherry. Die rockige Version von Paul Kuhns Es Gibt Kein Bier Auf Hawaii ist ein Highlights auf dem Album. Die letzten Singles waren Scherben und Tanz doch mit mir Swim. Danach lösten sich die Javalins auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auf. Der Sänger und Gitarrist Franky Franken strebte eine Solokarriere an; ohne ihn war es für die übrigen Mitglieder der Javalins unmöglich weiterzumachen.

1-CD Album mit 24-seitigem Booklet, 22 Einzeltitel. Spieldauer ca. 65 Minuten.


 

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Artikeleigenschaften von JAVALINS: Javalins' Beat

  • Interpret: JAVALINS

  • Albumtitel: Javalins' Beat

  • Artikelart CD

  • Genre Rock 'n' Roll

  • Music Genre Rock 'n' Roll
  • Music Style Rock & Roll
  • Music Sub-Genre 201 Rock & Roll
  • Label Bear Family Records

  • Preiscode AH
  • SubGenre Rock - Rock'n'Roll

  • EAN: 4000127157980

  • Gewicht in Kg: 0.120
 
 

Interpreten-Beschreibung "Javalins"

Die Javalins

Bevor in den 6er Jahren die englischen Beatbands via 'Star Club' ihren Siegeszug in die deutschen 'Dancings' antraten, gab es eine gefestigte Dominanz von indonesischen Showkapellen. Zwischen 1959 und 1964 waren sie die Stars in der Szene und prägten mit ihrem Stil eine ganze Generation von Gitarristen, die später in diversen Beatbands als Semi- oder Vollprofis die Indos ablösten.
Angeführt von den legendären Tielman Brothers strömten über 100 Indo-Kapellen in das Wirtschaftswunderland, das zu jener Zeit den 'Rock and Roll' entdeckte.


Die Musik ä la 'Biedermann' - mit Akkordeon und Klavier - war nicht mehr aktuell, sondern die der 'Brandstifter' - mit E-Gitarren und Verstärker. Um das 'Auslaufmodell' zu ersetzen, brauchte man Bands, die routiniert genug waren, jene häufig als 'Negermusik' verunglimpfte Tonerzeugung repertoiremässig über die Stunden zu bringen. Die gab es nun mal hierzulande noch selten. So fuhren Agenturen und Manager ins Nachbarland Holland, denn dort hatte sich der Wechsel schon früher vollzogen, und es gab schon mehr Kapellen der 'Neuen Art'. Vornehmlich junge Indoburschen -die im Zuge der Entkolonialisierung von Indonesien nach Holland emigrierten - waren nur zu gerne bereit, alles stehen und liegen zu lassen, um in der Bundesrepublik Musiker zu werden. Schon als Kinder erlernten sie von ihren Vätern das Gitarrenspiel, das geprägt war vom 'Krontjong'. Dieser traditionelle Stil machte die Gitarre zu einem Melodie- und weniger zu einem Rhythmusinstrument.

Begonnen hat alles mehr oder weniger im hessischen Raum, dort, wo die amerikanischen GIs stationiert waren. Da waren rund um die Kasernen, selbst in den kleinsten Nestern, gleich mehrere Tanzschuppen, in denen es täglich 'Live' Musik 'on Stage' gab. Die schon erwähnten Tielman Brothers waren die ersten, die mit gekonnter Finger- und Beinakrobatik der englisch/deutschen Konkurrenz zeigten, wo es lang ging. Ohne Rücksicht auf teure Schalkragenanzüge wurde während wilder Rock'n'Roll. Shows der Bühnenboden gefegt, unill viele der nachfolgenden Indo-Bands f machten es ihnen nach. Das kam ' ig impulsiv rüber und hatte nichts g . ein mit der Kleinholzhackerei ä la Pre ty Things oder Who Jahre später.


Die anstrengenden Sets von jeweils 45-Minuten-Spielen bei nur 15minütiger Pause verlangten ein grosses Repertoire - aber auch Improvisationstalent. Beides besassen die Indo-Bands und ihr Spiel wurde im Laufe der Zeit immer harmonischer und kompakter. Das war für die anderen Kapellen kaum mehr achvollziehbar, und so hatten die aunen Jungs das Publikum für sich gewonnen.
Eine dieser Kapellen waren die Javalins, deren einzelne Mitglieder vor ihrer Gründung auch erstmal, wie alle anderen, die 'hessische Schule' durchmachen mussten. Das geschah in den verschiedensten Formationen wie Real Rockers oder Hurrican Rollers, ehe sie sich zunächst als Crazy Strangers zusammenfanden. Unter diesem Namen tourten sie Ende 1961 drei Monate durch Israel.
Dort machten sie auch Plattenaufnahmen. Keine ausgefeilten Produktionen - wie sie erst später feststellen konnten; denn zu diesem Zeitpunkt, als die Schallplatien in Israel in den Handel kamen waren sie bereits wieder in Deutschland.

Aus heutiger Sicht kan man die 'Crazy Strangeit' getrost als die Lehr- und Wanderjahre bezeichnen, denn ihren Meister schafften sie erst als Javalins im Winter 1962 -unmittelbar nach der Israel-Tour. Sie wechselten den Schlagzeuger und investierten in eine bessere Ausrüstung. Schon bald hatten sie einen eigenen Stil, der sich vor allem durch einen kompakten Rhythmus auszeichnete.
Das erste Auftreten unter dem Namen Javalins fand im 'Top Ten' in Frankfurt statt. Ihr damaliger Manager Carson Holmes (er organisierte die Israel-Tour), brachte ihnen damals eine Komposition aus Amerika mit -exklusiv für sie. Der Titel hiess Twistin' Away, und er sollte die erste Schallplatte der Javalins werden. Deshalb mietete die Band bei der Electrola in Köln ein Studio. Hans Bax (geb. in Borneo), Franky Franken (geb. in Bandung), Robby Latuperissa (geb. in Jakarta), Peter Theunissen (geb. in Bandung) und der Nicht-Indo Gerad Buskop (geb. in Rotterdam) ahnten noch nicht, dass sich von nun an einiges ändern würde. Während sie im Studio spielten, sollten einige Leute grosse Ohren bekommen, und als sie das Studio verliessen, hatten sie einen Schallplattenvertrag in der Tasche. Der damalige Studioleiter Heinz Gietz verpflichtete sie vom Fleck weg und vertraute die Electrola 'Neuerwerbung' Paul Kuhn an, der von da an ihr guter Freund wurde.


So spielte im Mai 1962 die Gruppe erstmalig für das Electrola Label Columbia den Titel Mister Chang aus China-Town und Caroline ein. Der typische Javalins-Stil passte gut zu den amerikanischen Originalen. Die Indo-Bands verbesserten oft die Stücke, die sie nachspielten. Das stand im Gegensatz zu den vielen deutschen Interpreten, deren Kopien amerikanischer Schlager häufig misslangen. Der Einstieg war also einer nach Mass, und die Platte kam auf Anhieb gut an. Mit Mister Chang aus China-Town gastierten sie am 28. September 1962 in Chris Howland's 'Studio B' (später nochmals mit Javalins Beat).
Eine Schallplatte fördert sicherlich das Image einer Band, füllt jedoch noch ...

JAVALINS
Javalins' Beat
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