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Various - Jazz in Deutschland Teil 2, Die Swing-Jahre (3-CD)

Teil 2, Die Swing-Jahre (3-CD)
 
 

Artikel-Nr.: BCD16910

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Various - Jazz in Deutschland: Teil 2, Die Swing-Jahre (3-CD)

3-CD 8-seitigen Digipac mit 199-seitigem Booklet, 92 Einzeltitel. Spieldauer ca. 255 Minuten.

Der Jazz in Deutschland

Teil II - Die Swing-Jahre

CD 4: Jazz unterm Hakenkreuz – Die Vorkriegsjahre

Im Jahr 1933 begann die Massenflucht des jüdischen Teils der Bevölkerung. Zu den Prominenten, die das Land sofort verließen, gehörten Dajos Béla, Marek Weber und Paul Godwin sowie Deutschlands erfolgreichstes Schau-Orchester, die Weintraub Syncopators. Die im Land verbliebenen Juden wurden vom Kulturleben des Dritten Reiches durch Berufsverbote und Ausgrenzung ausgeschlossen.

Von den 'arischen' Musikern erwarteten die neuen Machthaber eine 'volksverbundene deutsche Tanzmusik', worunter sich allerdings niemand etwas vorstellen konnte. Der Jazzpianist Georg Haentzschel erinnerte sich, daß sich die Jazzpraxis zunächst in nichts von den vorangegangenen Jahren unterschieden habe. Die Nationalsozialisten wußten ohnehin nicht, wie sie die gewünschte Tanzmusik vom unerwünschten 'Negerjazz', dem sogenannten 'Niggerjazz', und bald auch vom Swing abgrenzen sollten.

Um es vorwegzunehmen: Zu keiner Zeit gab es in Nazi-Deutschland ein allgemeines Jazzverbot. Aber selbstredend gab es Bemühungen, eine 'neue deutsche Tanzmusik' zu finden. Zahlreiche Tanzkapellen-Wettbewerbe sollten neue 'arteigene Klänge' entwickeln helfen, die sich durch "mäßigen Gebrauch von Synkopen" und ein "anständig geblasenes Saxophon" auszeichneten. Aber die wesentlichen Orchester waren an einer Teilnahme nicht interessiert. Und für die faktisch unbedeutenden Orchester der NS-Parteigänger interessierte sich niemand.

Aus Mangel an einer Definition machten die neuen Machthaber den Jazz an Äußerlichkeiten fest, 1933 am Saxophon. Das brachte die deutschen Instrumentenbauer auf den Plan. Diese befürchteten Umsatzeinbußen und wandten sich an das Reichswirtschaftsministerium, das sich zur Klärung der Situation an das Goebbels-Ministerium wandte. Das beschied, "daß das Saxophon an der Negermusik völlig unschuldig" sei. Es sei eine Erfindung des [Belgiers] Adolf Sax und werde hauptsächlich in der Militärmusik gebraucht. "[...] Der Verwendung des Saxophones steht irgendein mit dem Verbot der Negermusik zusammenhängendes Hindernis nicht im Wege." Dieses Beispiel zeigt das Dilemma der braunen Kultur-Oberen in der Frage des Jazz. Sie sollten ihr Definitionsproblem in den ihnen zur Verfügung stehenden 12 Jahren nicht lösen.

Im März 1933 verbannte die Berliner Funk-Stunde "alle fragwürdige, vom gesunden Volksempfinden als 'Negermusik' bezeichnete Tanzmusik, in der ein aufreizender Rhythmus vorherrscht und die Melodik vergewaltigt wird." Dieses Sendeverbot war eine Einzelmaßnahme der übereifrigen Berliner Sendeleitung. Im September des gleichen Jahres wurde die Reichskulturkammer mit sieben Einzelkammern gegründet, eine Zwangsvereinung zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens. Goebbels übernahm den Vorsitz. Präsident der Reichsmusikkammer wurde der Komponist Richard Strauss, ab 1935 war es der Generalmusikdirektor Dr. Peter Raabe. Nur 'Arier' konnten Mitglied der verschiedenen Kammern werden, nur Mitglieder waren zu öffentlichen Auftritten zugelassen.

1935 erschien als Privatinitiative das Büchlein 'Judentum und Musik: mit dem ABC jüdischer und nichtarischer Musik' von Hans Brückner und Christa Maria Rock, einer nach eigenem Bekunden antisemitischen Fachschriftstellerin. Erst 1940 erschien das offizielle 'Lexikon der Juden in der Musik' von Dr. Theophil Stengel, einem Referenten der Reichsmusikkammer, und Dr. habil. Herbert Gerigk, dem 'Leiter der Hauptstelle Musik beim Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP'. Der 'Beauftragte des Führers' war Alfred Rosenberg. Diese Veröffentlichungen dienten als Checklisten zur Durchsetzung von Berufs- und Aufführungsverboten.

Jazz in Deutschlad - CD-Album Serie von Bear Family Records
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Copyright © Bear Family Records

3-CD 8-seitigen Digipac mit 199-seitigem Booklet, 92 Einzeltitel. Spieldauer ca. 255 Minuten


 

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Artikeleigenschaften von Various - Jazz in Deutschland: Teil 2, Die Swing-Jahre (3-CD)

  • Interpret: Various - Jazz in Deutschland

  • Albumtitel: Teil 2, Die Swing-Jahre (3-CD)

  • Artikelart CD

  • Genre Jazz

  • Music Genre Jazz
  • Music Style Jazz
  • Music Sub-Genre 289 Jazz
  • Edition 2 Deluxe Edition
  • Label Bear Family Records

  • Preiscode CP
  • SubGenre Jazz - General

  • EAN: 4000127169105

  • Gewicht in Kg: 0.270
 
 

Interpreten-Beschreibung "Various - Jazz in Deutschland"

100 Jahre Jazz in Deutschland

Musik des 20. Jahrhunderts auf insgesamt 12 CDs. 

CD 1: Die Vorgeschichte des Jazz in Deutschland.
CD 2: Erste Gehversuche.
CD 3: Der Jazz erobert Deutschland. 

Das renommierte Forscher- und Autorenteam Horst H. J. Bergmeier und Dr. Rainer E. Lotz legt erstmals die umfassende Dokumentation der Geschichte des Jazz in Deutschland vor - auf insgesamt 12 CDs mit aufwändig restaurierten, seltenen Original-Tondokumenten. Beginnend mit frühen Aufnahmen der Vorgeschichte aus dem Jahre 1899 wird die Entwicklung des Cake-Walk und Ragtime dokumentiert, es folgt eine Dokumentation der Goldenen Zwanziger-Jahre der Weimarer Republik, des Swing, des Jazz unter dem Hakenkreuz, des Trümmerjazz der Nachkriegszeit in den beiden deutschen Staaten, des Cool Jazz und traditionellen Jazz bis hin zu den letzten Entwicklungen der Avantgarde-Musik.

Diese Zusammenstellung der jeweils besten Aufnahmen der besten und interessantesten Solisten und Orchester schließt auch ausländische Stars auf Gastspielreisen ein. Erstmals werden auch zeitgenössische Musikautomaten und Klavierrollen in Hi-Fi-Qualität einbezogen. Das Begleitbuch zu jeder CD-Box liefert reich illustrierte Anmerkungen zur Musik, zu Interpreten und Komponisten, sowie zum sozialen Umfeld.

Jazz in Deutschlad - CD-Album Serie von Bear Family Records
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